17.07.2010 23:35 |

Kloster geräumt

Waldbrände bei Athen sorgen für Evakuierungen

In der Nähe der griechischen Hauptstadt Athen sind am Samstag mindestens zwei Waldbrände ausgebrochen. Ein Feuer brannte nahe der Stadt Lavrion, 30 Kilometer südöstlich von Athen, ein weiteres nördlich von Athen bei Marathon. Dort wurde ein Nonnenkloster evakuiert, bei Lavrion wurden Kinder eines Ferienlagers in Sicherheit gebracht. Über Athen standen schwarze Rauchwolken.

Die Feuerwehr hatte mehr als 100 Leute zur Brandbekämpfung im Einsatz. Ihnen standen den Angaben zufolge 27 Fahrzeuge, acht Löschflugzeuge und zwei Hubschrauber zur Verfügung. "Die Feuer haben sich bis in bewohnte Gebiete ausgedehnt", sagte Feuerwehrchef Apostolos Gerokostas. "Es scheint aber kein Risiko für große Siedlungen zu bestehen."

Berichte über Verletzte lägen nicht vor. Einige Bewohner hätten ihre Häuser wegen des dicken Rauchs verlassen, andere seien geblieben, um ihr Eigentum mit Wasserschläuchen zu schützen. In den vergangenen Jahren wurden durch Wald- und Buschbrände in Griechenland große Flächen verwüstet und zahlreiche Gebäude zerstört. Viele Brände wurden durch Brandstifter gelegt.

Der von starken Winden angeheizte Waldbrand zerstörte einen Kiefer- und mehrere Buschwälder und bedrohte die Einwohner des kleinen Dorfes Passa. Der Zivilschutz warnte in der gesamten Region Attika rund um Athen sowie in weiteren Gegenden vor einer erhöhten Waldbrandgefahr.

Derzeit herrschen in der Region sehr hohe Temperaturen und starke Winde. Im vergangenen Sommer hatten in ganz Südeuropa schwere Waldbrände gewütet.

Österreichische Urlauber waren laut ersten Informationen des Bundeskanzleramt nicht von den Evakuierungen betroffen.

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