David gegen Goliath - Schwaberl gegen die Stadt. So hatte sich der Streichelzoo-Chef seinen Beruf nicht vorgestellt. 2006 sperrte er die Pforten des hölzernen Kleinods auf. Ein Spielplatz, eine Bar, 40 Tiere und ein wenig Landatmosphäre erwarteten die Besucher. Und die kamen reichlich: Das beweist auch der Umsatz von 150.000 Euro pro Jahr.
Zusage von Bürgermeisterin Zach
Schwaberl wollte vor dem Bau des Zoos sicher gehen, dass er rechtskonform handelt. "Bürgermeisterin Hilde Zach verschaffte mir damals eine Betriebsanlagengenehmigung und sagte mir auch eine Flächenwidmung zu." Auf diese zum Teil schriftlichen Zusicherungen nahm der Tiroler einen 400.000-€-Kredit für den Bau auf.
Dann trat die Baupolizei auf den Plan: "Man deklarierte den Bau als Schwarzbau, da ich auf einer Wiese ein Fundament errichtet hatte. Ich verstand die Welt nicht mehr. Die hohe Politik gab grünes Licht und die Beamten fingen an, mich zu strafen." Ein teurer "Krieg" begann.
Der Zoo steht zwar, aber über die Widmungsfrage wird immer noch gestritten. BM Christine Oppitz-Plörer: "Die Historie des Zoos ist schwierig. Wir werden alles in unserem Einflussbereich Machbare tun, damit der Zoo erhalten bleibt." Schwaberl will nun die Stadt auf Schadenersatz klagen.
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
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