Schwere Gesichtsverletzungen wie Brüche der Augenhöhlenwand und des Augenhöhlenbodens erlitt der 25-jährige Besucher eines Innsbrucker Bogen-Lokals in der Nacht zum 19. Dezember 2009. Als Zeuge vor Schöffenrichterin Nadja Obwieser schilderte er am Innsbrucker Landesgericht die Vorfälle so: "Als ich aus dem Lokal ging, sah ich den Angeklagten leere Bierflaschen gegen eine Hauswand werfen. Das gefiel mir nicht und ich sagte ihm, er solle dies lassen. Erst gab er mir einen Schupfer. Dann hängte er sich bei mir ein und ging mit mir Arm in Arm durch die Museumstraße. Wir unterhielten uns. Er sagte: 'Ich will dir was zeigen.' Plötzlich stieß er mich in einen Innenhof. Dort hatte sein Freund gewartet. Zu zweit stießen sie mich nieder, versetzten mir Tritte gegen den Kopf. Ich bat sie, aufzuhören. Zuletzt zogen sie meine Geldtasche mit 60 Euro aus der Gesäßtasche."
Der Freund des Angeklagten ist schon verurteilt. Der 16-Jährige, der angab, nur 14 Jahre zu sein, was aber widerlegt ist, sagte, er könne sich an nichts erinnern. Nur, dass er die Geldtasche ohne Gewalt gestohlen habe. Dass er am 29. Dezember 2009 vor einem anderen Lokal einen Kontrahenten mit einer abgeschlagenen Bierflasche schwer verletzten wollte, gab er zu. Sein Pech: Der Gegner war ein Kampfsportler.
Der unbescholtene 16-Jährige wurde zu 2,5 Jahren Haft - der Mindeststrafe für Raub bei Jugendlichen - verurteilt. Zudem kommt er in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.
von Hans Licha, Tiroler Krone
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