Kampf den Massen

Zutrittsbeschränkungen für Strand in Sardinien

Ausland
19.02.2020 11:46

Sardinien ergreift Maßnahmen gegen den Massentourismus auf seinen Stränden. Ab dem kommenden Sommer wird die sardische Gemeinde Stintino erstmals angesichts des Besucherandrangs auf der „Spiaggia della Pelosa“ die Zahl der Touristen kontrollieren. Maximal 1500 Menschen sollen täglich zum Strand zugelassen werden, jeder Tourist wird 3,5 Euro Eintritt zahlen müssen.

Jeder zahlende Besucher soll ein buntes Armband erhalten. Kinder unter zwölf Jahren brauchen keinen Eintritt zu zahlen. Personal wird dafür sorgen, dass die Besucher das Eintrittsgeld zahlen. Die Gemeinde Stintino im Norden Sardiniens erhofft sich von der Zutrittsbeschränkung eine Entlastung des Strandes, einem der schönsten der Insel. Das Eintrittsgeld soll zum Erhalt des Strandes beitragen, der zu erodieren droht.

„Der Strand kann nicht mehr als 1500 Besucher aushalten“, sagte der Bürgermeister von Stintino, Antonio Diana, der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“. Im Sommer würden sich oft mehr als 5000 Menschen auf dem weißen Sandstrand tummeln.

(Bild: "Kronen Zeitung")

3000 Euro Strafe für Sand als Souvenir
Sardinien kämpft eisern um den Erhalt seiner traumhaften Sandstrände. Für das Entwenden von Sand und Steinen sieht die Insel Strafen von bis zu 3000 Euro vor. Heerscharen von Touristen füllen jeden Sommer Sand in Flaschen und Plastiksäcke, um ihn als Souvenir nach Hause zu bringen. Die meisten sind erstaunt, wenn sie bestraft werden.

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