1700€ Mindestlohn

FP will bei Pflege auf „Modell Burgenland“ setzen

Auf die „burgenländische Lösung“ setzt die FPÖ Niederösterreich bei der Anstellung von pflegenden Angehörigen. Klubobmann Udo Landbauer erklärte gestern bei einer Klausur im Bezirk Krems: „Wir brauchen ein sicheres Pflegenetz, das jeden Pflegebedürftigen rasch auffängt und keine Ungerechtigkeiten mehr zulässt.“

Landbauer lässt bei seiner Zusammenfassung wenig Gutes am Pflegesystem. „Überfüllte Pflegeheime, lange Wartezeiten für einen Heimplatz und in der Langzeitpflege, zu niedrige Standards in der 24-Stunden-Betreuung, zu wenige Palliativbetten und fehlende Investitionen in neue, moderne Pflegeeinrichtungen, so lässt sich der vorherrschende Pflegenotstand klar beschreiben“, so der FP-Politiker bei der Klubklausur in Langenlois.

Sein Konzept dagegen: Angehörige, die einen Verwandten der Pflegestufen drei bis fünf betreuen, sollen bei einer noch zu gründenden Agentur des Landes angestellt werden. Bezahlt werden soll bei einer Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche ein Mindestlohn von 1700 € netto im Monat. Im Burgenland wurde, wie berichtet, unter freiheitlicher Regierungsbeteiligung bereits ein ähnliches Modell eingeführt. Landbauer: „Wir werden demnächst die notwendige Änderung des Sozialhilfegesetzes in Niederösterreich beantragen und die Volkspartei auf die Probe stellen, ob sie wirklich bereit ist, die besten Ideen fürs Land umzusetzen.“

Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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