"Es tut mir leid"

Heroin verkauft: Schüler als Dealer verurteilt

Kärnten
09.07.2010 22:47
"So schauen Dealer aus?", wundert sich ein Gerichtskiebitz, als ein 20-Jähriger aufgemaschelt im Trachtenjanker in den Gerichtssaal geführt wird. In Handschellen und mit einem Schuldbekenntnis auf den Lippen: "Es war a Blödsinn", erklärt der Schüler, warum er in den Pausen Heroin verkauft hat.

Der Blitzprozess dauert keine zehn Minuten. So schnell kann Justitia sein, wenn ein Beschuldigter alles zugibt. Ja, er ist selbst in die Rauschgiftszene abgerutscht. Ja, er nimmt Koks. Ja, er hat Geld gebraucht. Wie soll sich ein Schüler Drogen leisten? Indem er selbst verkauft – Heroin, Ecstasy, Cannabis und Speed.

"Es tut mir leid"
Zwei Jahre lang liefen die Geschäfte nicht schlecht, bis der Kärntner bei einer Großrazzia im Bezirk St. Veit mitaufgeflogen ist. "Es tut mir leid", sagt er. Und der Psychiater bestätigt, dass bei dem jungen Mann noch nicht alles verloren ist: "Eine Therapie macht Sinn; er sieht ein, dass es so nicht weitergeht." 

Daher: 15 Monate Haft, die für einen Entzug verschoben oder im besten Fall gar aufgehoben werden.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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