Bei Behandlung

Rauchgas zog nicht ab: Drei Frauen fast erstickt

Drei Frauen haben am Dienstag in einer Energetikerpraxis im Bezirk Ried im Innkreis eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten. Wegen des Sturms und des niedrigen Luftdrucks dürften die Rauchgase eines Kachelofens nicht ausreichend abgezogen sein.

Eine 65-Jährige aus dem Bezirk Ried im Innkreis heizte am 4. Februar gegen 7 Uhr in einem Behandlungsraum einen Kachelofen ein. Als gegen 10 Uhr eine 50-Jährige aus dem Bezirk Ried im Innkreis im Warteraum Platz nahm, hörte diese Schreie und ein Klopfen aus dem Behandlungsraum. Die 50-Jährige ging sofort hinein und fand die 65-Jährige bewusstlos am Boden liegend vor. Eine 56-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck, die sich dort behandeln ließ, war auch schon erheblich beeinträchtigt.

CO-Warner schlugen gleich an
Der 66-jährige Ehemann der 65-Jährigen verständigte sofort die Rettungskräfte. Beim Eintreffen der Rettung schlug der mitgeführte CO-Warner an, weshalb sofort alle Personen aus dem Gebäude gebracht wurden. Alle drei Frauen wurden vom Roten Kreuz in das Krankenhaus Ried im Innkreis eingeliefert. Die Unfallstelle wurde gegen 13 Uhr von einem Sachverständigen der Brandverhütungsstelle für OÖ untersucht.

Rauch konnte nicht abziehen
Als Grund für die sehr hohe CO-Konzentration im Behandlungsraum kann angenommen werden, dass durch die Dichtheit des Raumes, dem zu diesem Zeitpunkt extrem niedrigen Luftdruck und dem herrschenden starken Wind, die Rauchgase nicht mehr ausreichend aus dem Ofen in den Rauchfang abgeführt wurden und dadurch das Kohlenmonoxid im Behandlungsraum austrat.

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Dienstag, 20. Oktober 2020
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