Dennis Russell Davies:

„Ich fühle mich momentan voll ausgelastet“

Dennis Russell Davies ist seit zwei Jahren Chefdirigent der tschechischen „Filharmonie Brno“ (Brünn). „Ich arbeite mit exzellenten Musikern“, schwärmt er. Am 12. Februar dirigiert der US-Amerikaner, der jahrelang das Bruckner Orchester leitete und nach wie vor in Linz lebt, ein großes Konzert im Brucknerhaus.

Es war nur ein Telefonat. Dennis Russell Davies (75) saß gerade beim Frühstück in Florenz, als ihn die Wiener Staatsoper anrief. „Ich wurde angefragt, die Salome übermorgen zu dirigieren, ich musste für den erkrankten Dirigenten einspringen“, erinnert er sich. „Es war Zufall, dass ich einen freien Tag hatte“, sagt Davies dazu. Er übernahm also die Vertretung, fuhr von Florenz nach Wien und dirigierte in der Staatsoper meisterhaft diesen einen Abend.

Bald doppelter Chefdirigent
Davies zählt nach wie vor nicht nur zur Dirigentenspitze in Europa, sondern er ist eigentlich vergeben und das bald doppelt. Seit zwei Jahren ist er Chefdirigent der „Filharmonie Brno“, demnächst wird er auch das MDR-Sinfonieorchester musikalisch leiten. „Es hat seinen Sitz im Gewandhaus in Leipzig, wir werden Konzerte, aber auch für Radio und Fernsehen spielen“, sagt Davies. Dazu kommen noch gemeinsame Tourneen mit seiner Frau, der Pianistin Maki Namekawa. Das Klavierduo tritt regelmäßig bei den bedeutendsten internationalen Festivals wie den Salzburger Festspielen oder dem Ruhrfestival auf. Davies fühlt sich natürlich „voll ausgelastet“.

Konzert in Linz
Ein Konzert im Brucknerhaus am Mittwoch, 12. Februar mit „seiner Filharmonie Brno“ aber muss sein. Am Programm stehen Werke der tschechischen Komponisten Antonín Dvorák, Viktor Ullmann und Leoš Janácek - Meisterwerke der slawischen Seele.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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