29.01.2020 19:43 |

28 Tote in Budapest

Donau-Drama: Weiterer Kapitän festgenommen

Ein weiterer Verdächtigter ist am heutigen Mittwoch im Zusammenhang mit dem Schiffsunglück auf der Donau in Budapest vom Mai 2019 mit 28 Toten in Polizeigewahrsam genommen worden. Es handelt sich um den Kapitän des Flusskreuzschiffes Viking Idun, der unter dem begründeten Verdacht unterlassenen Hilfeleistung steht, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI.

Der Ukrainer steuerte die Viking Idun, die hinter dem Hotelschiff Viking Sigyn fuhr, das den kleinen Ausflugsdampfer Hableany (Nixe) rammte und zum Sinken brachte. Die Viking Idun sei weitergefahren und habe sich nicht an den Rettungsarbeiten beteiligt. Die Fahndungsbehörde beantragte Haft für den Verdächtigten. Darüber soll am Donnerstag das Gericht in Budapest entschieden werden.

Nur sieben Menschen überlebten
Gegen den Kapitän der Viking Sigyn war im November 2019 Anklage erhoben worden, die Budapester Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von neun Jahren sowie ein neunjähriges Berufsverbot. Der 64-jährige habe die Tragödie wegen Unachtsamkeit und Missachtung von Sicherheitsvorschriften verursacht, bei der der Ausflugsdampfer Nixe mit 33 südkoreanischen Touristen und zwei Besatzungsmitgliedern sank. Nur sieben Südkoreaner überlebten das Unglück. Ein Opfer konnte noch immer nicht gefunden werden.

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