28.11.2019 12:41 |

Kollision in Budapest

Donau-Unglück: Anklage gegen Kapitän steht

Das Schiffsunglück auf der Donau in Budapest vom 29. Mai 2018 mit mehr als zwei Dutzend Toten wird gerichtlich aufgearbeitet. Am Donnerstag wurde Anklage gegen den Kapitän des Flusskreuzfahrtschiffs „Viking Sigyn“ erhoben, der unter dem Verdacht der fahrlässigen Gefährdung des Schiffsverkehrs mit Todesfolge steht.

Die Budapester Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von neun Jahren gegen den Ukrainer sowie ein neunjähriges Verbot des Steuerns von Wasserfahrzeugen. Dieses Strafmaß käme dann zum Tragen, wenn der Angeklagte bei der vorbereitenden Gerichtssitzung seine Schuld eingesteht und auf sein Recht auf Verhandlung verzichtet, zitierte die ungarische Nachrichtenagentur MTI die Aussendung der Staatsanwaltschaft.

Ausflugsdampfer gerammt
Der 64-Jährige hatte mit seinem Schiff am 29. Mai auf der Budapester Donau den kleinen Ausflugsdampfer „Nixe“ mit 33 südkoreanischen Touristen und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord bei einem Überholmanöver gerammt. Die „Nixe“ sank innerhalb von Sekunden. Nur sieben Insassen überlebten die Tragödie. Nach einem Opfer wird noch immer gesucht.

Kapitän zu unaufmerksam?
Laut Staatsanwaltschaft sei der ukrainische Kapitän unaufmerksam gewesen, hätte sich minutenlang nicht auf das Steuern des Hotel-Cruisers konzentriert und den erforderlichen Sicherheitsabstand zur „Nixe“ nicht eingehalten. Auch habe er bei seinem Überholmanöver weder die vorgeschriebenen Funkzeichen noch einen ebenfalls vorgeschriebenen Sirenenton abgegeben und schließlich die Pflicht zur Hilfeleistung missachtet, wurde in der Aussendung des Budapester Gerichts betont.

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