28.01.2020 13:32 |

Warnungen missachtet

600 russische Fischer auf Eisschollen gestrandet

Rund 600 russische Fischer sind trotz Warnungen der Behörden vor Treibeis zum zweiten Mal binnen weniger Tage auf einer großen Eisscholle vor der Halbinsel Sachalin gestrandet. Einsatzkräfte seien mit Spezialtechnik, darunter ein Luftkissenboot, Hubschrauber und Schneefahrzeuge, im Süden Sachalins an Ort und Stelle, um die Fischer in Sicherheit zu bringen, teilte der Zivilschutz mit. Die riesige Eisfläche hatte sich zuvor vom Ufer gelöst.

Behörden warnten vor Wetterverhältnissen
Seit Tagen warnen die Behörden davor, auf das Eis zu gehen, weil das die Wetterverhältnisse nicht zuließen. Viele Männer hätten sich selbst in Sicherheit gebracht, mehr als 200 brachte der Zivilschutz an Land, hieß es Abend (Ortszeit). Bereits am Sonntag waren dort 600 Fischer auf einer Scholle ins Meer getrieben. „Schon wieder?!“, schrieb ein Nutzer auf Twitter und postete dazu ein Video, das die Fischer auf der Eisfläche zeigt. „,Nun, Kameraden ... ,Sturheit ist das erste Zeichen von Dummheit‘, sagte bereits ein legendärer Filmheld.“

Im schlimmsten Fall droht tödliches Ende
Zu solchen Zwischenfällen kommt es in Russland, wo das Eisfischen sehr beliebt ist, immer wieder. Oft sind Dutzende Menschen betroffen. Mitunter geht das winterliche Abenteuer auch tödlich aus, wenn die Schollen auf das Meer treiben, brechen und die Menschen ertrinken oder erfrieren.

Die Behörden warnen über SMS und Massenmedien fast täglich vor den Gefahren. Trotzdem würden immer wieder Hunderte Menschen ihr Schicksal auf die Probe stellen, teilte der Zivilschutz mit. Das Eis breche durch Wellen, Wind sowie Ebbe und Flut und werde auf das offene Meer getrieben.

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