Raml sorgt sich

Rathaus ist für Linzer Stadtrat nicht sicher genug

Oberösterreich
28.01.2020 09:00
Keine Schleuse, kein Sicherheitspersonal, nicht einmal durch eine Scheibe getrennt, wie bei einem Ticketschalter: Die Mitarbeiter der Sozialabteilung im Neuen Rathaus sind nahezu tagtäglich bedrohlichen Situationen ausgesetzt. Ein Umstand, den FP-Sicherheitsreferent Michael Raml schleunigst geändert haben will.

Sicherheitsreferent erschüttert„Mitarbeiterinnen erzählten mir von persönlich erlebten Schreckenssituationen. Viele Mindestsicherungsbezieher werden aggressiv, wenn etwa die Leistung gekürzt wird. Die Sachbearbeiter sind dabei von ihren ,Kunden‘ nur durch einen Schreibtisch getrennt“, zeigt sich FP-Sicherheitsreferent Michael Raml nach einem Lokalaugenschein in der Sozialabteilung erschüttert.

5000 gefährliche Gegenstände
Dass eine Sicherheitsschleuse die Gefahr minimieren könnte, beweisen die Zahlen des Landesdienstleistungszentrums. Dort wurden seit letzten Sommer laut Raml 5000 (!) gefährliche Gegenstände – darunter alleine etwa 2000 Messer – sichergestellt. Während das Land sukzessive ihre Bezirkshauptmannschaften absichert, ist in Linz dahingehend bisher nichts passiert.

Bruchsicheres Glas
Deshalb fordert Raml die zuständige SP-Referentin Regina Fechter zum Handeln auf: „Wir dürfen nicht das einzige offene Einfallstor für Wahnsinnige bleiben!“ Bis zur Errichtung von Schleusen, schlägt er vor, die Mitarbeiter der Abteilung zumindest mit bruchsicheren Glasscheiben zu schützen.

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