06.07.2010 10:21

Rauchverbot

Grazer "Obama"-Wirt will Republik verklagen

Klage, Schadenersatzforderung, einstweilige Verfügung - so will Wolfgang Pöltl (Bild) das Rauchergesetz kippen. Der Besitzer des Grazer Innenstadtlokals "Obama" ortet eine massive Ungerechtigkeit, weil in kleineren Lokalen geraucht werden darf. Pöltl: "Allein am ersten Wochenende sind gezählte 190 Gäste wieder gegangen."

Wirte, deren Lokale kleiner als 50 Quadratmeter sind, konnten bekanntlich frei wählen, ob in ihren Stuben gepafft werden darf oder nicht. In Lokalen über 50 Quadratmeter muss der größere Bereich rauchfrei gehalten werden.

Wirt fordert einheitliche Regelung
Der Grazer Wirt ortet durch diese gesetzliche Regelung eine massive Ungerechtigkeit: "Mein Lokal ist rund 250 Quadratmeter groß. Meine Gäste akzeptieren einfach nicht, dass sie nicht überall rauchen können. Sie gehen dann eben in ein anderes, kleineres Lokal, wo das Rauchen erlaubt ist." Pöltl weiter: "Ein gesundheitlicher Schaden durch den Zigarettenqualm ist ja wohl nicht von den Quadratmetern abhängig!" Er fordert eine einheitliche Regelung: Entweder die Wirte haben freie Wahl - oder ein absolutes, generelles Rauchverbot muss her.

Wolfgang Pöltl ärgert sich auch darüber, dass das neue Gesetz dazu führt, dass sich Wirtsleute gegenseitig anzeigen. Der Grazer geht jetzt aber gleich einen großen Schritt weiter: Er will die Republik Österreich wegen der Ungleichbehandlung klagen und Schadenersatz für den entgangenen Umsatz durch ausgebliebene Gäste einfordern. Zudem soll eine einstweilige Verfügung her, damit das Gesetz "ruht" - bis es eine gerichtliche Entscheidung gibt.

von Gerald Richter, "Steirerkrone"

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