24.01.2020 11:30 |

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Bekenntnis zur Lehre am „Tag der Lehre“

7500 Schüler, 34 Berufe und jede Menge Praktiker waren beim „Tag der Lehre“ in der Messe Innsbruck vertreten. Die Wirtschaft forderte dabei die weitere Aufwertung praktischer Berufsausbildung. Die Politik versprach Unterstützung dabei.

Alle waren sie da: LH Günther Platter mit den zuständigen Landesrätinnen Beate Palfrader (Bildung, Arbeitsmarktförderung) und Patrizia Zoller-Frischauf (Wirtschaft), die Präsidenten von Wirtschafts- und Arbeiterkammer, Christoph Walser und Erwin Zangerl, der Chef des Arbeitsmarktservice Tirol, Anton Kern.

1500 offene Stellen und „beste Chancen“
Alle waren sich einig: Tirol braucht im Kampf gegen den wachsenden Facharbeitermangel mehr Lehrlinge. Knapp 10.900 gibt es derzeit. Der vor fünf Jahren eingeführte „Tag der Lehre“ soll helfen, Schüler über die vielen Möglichkeiten einer praktischen Berufsausbildung zu informieren. 34 Berufe aus allen Branchen wurden heuer vorgestellt. Das AMS informierte über offene Lehrstellen. „1500 sind bei uns momentan gemeldet. Die Auswahl und die Chancen sind so gut wie nie zuvor“, bestätigt AMS-Chef Anton Kern.

„Negativentwicklung wurde gestoppt“
LH Günther Platter sieht die Negativentwicklung bei den Lehrlingszahlen mittlerweile gestoppt. Seit zwei Jahren gibt es wieder leichte Zuwächse. Aber auch dem Landeshauptmann ist bewusst, „dass es eine weitere Sensibilisierung für die Lehre braucht“. Dass die Bundesregierung diese Woche unter anderem die Aufwertung des Meistertitels beschlossen hat, wertet Platter als wichtiges Signal: „Mit einer abgeschlossenen Lehre kann man alles erreichen. Diese Botschaft muss bei den Jungen ankommen.“

Ausbildungszeiten im Ausland als neue Idee
Diese Botschaft trommelt auch Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser. Doch er spricht auch die gläserne Decke an, an die Lehrlinge mit Ambitionen für zusätzliche Ausbildungen oft stoßen. „Aus der dualen Ausbildung muss eine triale Ausbildung werden. Neben Betrieben und Schulen braucht es weitere Fortbildungsmöglichkeiten“, meint Walser. Als Beispiel nennt er den Tourismus: „Wir feilen daran, den Lehrlingen Ausbildungszeiten im Ausland zu ermöglichen.“

Rund 7500 Schüler kamen zum Tag der Lehre. Während die jüngeren viele Berufe neu kennenlernten, nutzten ältere Schüler die Gelegenheit, Fragen zu ihrem Traumberuf zu stellen. Tenor: Der Tag ist eine gute Orientierungshilfe.

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