22.01.2020 10:00 |

Bilanz für 2019

Geisterfahrer! 41 Mal Alarmstufe Rot in Tirol

Man sitzt am Steuer, hört flotte Musik – und plötzlich wird das Radio-Programm unterbrochen: „Achtung Geisterfahrer!“ Laut Ö3-Statistik gab es im abgelaufenen Jahr österreichweit über 400 solche Warnungen – in 41 Fällen war Tirol betroffen. Entgegen des Bundestrends gab es hierzulande einen (minimalen) Rückgang.

Exakt 417 Mal wurde im vergangenen Jahr vor Geisterfahrern auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen via Ö3 gewarnt. Ein doch recht deutliches Plus von 12,7 Prozent! Mit 41 Meldungen belegte Tirol im Bundesländer-Vergleich den sechsten Rang. Negativer Spitzenreiter war Niederösterreich mit 101 Warnungen, gefolgt von der Steiermark (93), Kärnten (54), Oberösterreich (50) und Salzburg (48). Hinter Tirol reihten sich noch Wien, Vorarlberg und Burgenland mit je zehn Meldungen ein.

Es gab schon einmal 73 Geisterfahrer in Tirol
Einige Details zur Tiroler Geisterfahrer-Bilanz:

  • Mit insgesamt 41 Meldungen gab es im Vorjahr um eine weniger als 2018. Das ist ein minimaler Rückgang von 2,4 Prozent.
  • Blättert man in den Statistikbüchern weiter zurück, so wurden im Jahr 2005 mit 73 die mit Abstand meisten Geisterfahrer gezählt. Den bisherigen Tiefstwert gab es hingegen 1995 – damals waren es 29 Warnungen.
  • Am häufigsten Geisterfahrer-Alarm gab es im abgelaufenen Jahr auf der Brennerautobahn zwischen Innsbruck und Matrei (14 Fälle). Im österreichweiten Ranking liegt dieses Teilstück sogar auf dem dritten Platz.
  • Auf der A13 waren insgesamt 17 Falschfahrer unterwegs. In Relation zur Gesamtlänge (ca. 35 km) gab es 2019 auf der Brennerautobahn die österreichweit größte Geisterfahrerdichte.
  • Auf der A12 Inntalautobahn wurden 19 und auf der S16 Arlberg Schnellstraße fünf Geisterfahrer gezählt.

Geisterfahrern drohen bis zu 5 Jahre Gefängnis
Häufige Ursachen: Alkohol, Drogen, Orientierungslosigkeit, Verwirrtheit oder Absicht. Geisterfahrer machen sich nach dem Strafgesetzbuch der fahrlässigen Gemeingefährdung strafbar. Für dieses Delikt droht grundsätzlich eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Wird bei einem Unfall ein Mensch getötet oder eine größere Anzahl von Personen verletzt, wird eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verhängt. Gibt es mehrere Tote, drohen sogar bis zu fünf Jahre. Parallel erfolgen Anzeigen an die Bezirksbehörden.

Zwischen 18 und 21 Uhr ist es am gefährlichsten
Das mit Abstand am stärksten betroffene Teilstück österreichweit war laut Ö3 die Semmering-Schnellstraße (S6) zwischen dem Tunnel Semmering und dem Knoten St. Michael mit 25 Meldungen. Die meisten Geisterfahrer sind übrigens zwischen 18 und 21 Uhr unterwegs.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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