19.01.2020 12:53 |

310.000 Euro Schaden

Auto voller Instrumente überführt Serieneinbrecher

Steirische Kriminalisten haben eine fünfköpfige Einbrechergruppe ausgeforscht, die über Monate hinweg in Schulen, Vereinslokale und Firmen eingedrungen waren. Sie haben einen Schaden von mehr als 310.000 Euro angerichtet. Aufgeflogen ist das Quintett, weil zwei von ihnen mit dem Auto voller gestohlener Musikinstrumente von der Polizei angehalten wurde.

Ab Jänner 2019 kam es in der Steiermark und in Niederösterreich gehäuft zu Einbrüchen, die alle in einem Zusammenhang standen. Insgesamt werden der Gruppe 45 Diebstähle angelastet. Sie gingen laut Polizei äußerst brutal vor, um in die Gebäude vorzudringen, und hinterließen dabei rund 215.000 Euro Sachschaden. Aus den Räumlichkeiten stahlen sie bis Juni 2019 Bargeld, Kassen, Tresore, Laptops, Mobiltelefone, Kameras, Musikinstrumente und Zubehör im Wert von mehr als 95.000 Euro.

Auto voller Musikinstrumente
Im Juni 2019 gingen zwei der Verdächtigen direkt nach einem Einbruch den Polizisten ins Netz. Eine Streife hielt einen 26-Jährigen und einen 36-Jährigen auf der Semmering-Schnellstraße (S6) in Spital am Semmering an. Im Auto hatten sie Diebesgut im Wert von rund 30.000 Euro - alles Musikinstrumente, die kurz davor beim Einbruch in eine Musikschule in Bruck an der Mur gestohlen worden waren. Die Verdächtigen gestanden großteils.

Tresore in der Mürz versenkt
Bei Hausdurchsuchungen wurde noch am selben Tag ein 37-jähriger Rumäne festgenommen, der - wie sich später herausstellte - lediglich an wenigen Einbrüchen beteiligt gewesen sein dürfte und mittlerweile bereits aus der U-Haft entlassen wurde. Zudem wurden die mittels Winkelschleifer aufgebrochenen und in der Mürz bei Kapfenberg versenkten Tresore sichergestellt. Taucher der Feuerwehr Kapfenberg holten diese aus dem Wasser.

Von Rumänien nach Österreich ausgeliefert
Die Ermittlungen führten die Kriminalisten zu zwei weiteren mutmaßlichen Tätern im Alter von 28 und 32 Jahren. Die beiden waren bis vor Kurzem auf der Flucht und in Rumänien untergetaucht. Sie wurden mit europäischem Haftbefehl gesucht, nun in Rumänien festgenommen und nach Österreich ausgeliefert.

Sie sollen den Großteil der Einbrüche gemeinsam mit dem 26-Jährigen verübt haben, machten bisher aber keine Angaben. Beide wurden in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht, wo auch die anderen Verdächtigen zum Teil noch in Untersuchungshaft sitzen.

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