Palästina ist überall

„Vom Gießen des Zitronenbaums“: Stumme Weltreise

Kino
15.01.2020 14:55
Porträt von krone.at
Von krone.at

Elai Suleiman ist ein stiller Flaneur, ein großer Schweiger. Gerade einmal fünf Worte sind es, die der Regisseur und gleichzeitige Protagonist dieses Streifens von sich gibt, den Blick melancholisch umflort. Seine Reise führt den gebürtigen Nazarener nach Paris und weiter nach New York, in Städte, in deren Makrokosmos er überall auch ein bisschen Palästina zu erkennen glaubt.

Eine fein beobachtete Identitätssuche, die mit ebenso absurden wie poetischen Alltagssituationen unterhält, in denen sich Weltgeschehen wie auch Nahostkonflikt launig spiegeln.

Durch surreal anmutende Bilder stakst hier ein Filmemacher mit der Attitüde eines Jacques Tati mit teils philosophischem, teils pekuniären Anliegen, will doch die Kinomagie auch finanziert werden. „It Must Be Heaven“, so der englische Titel, ist ein Stummfilm voll entschleunigter Komik, Absurdität und Gedankentiefe, auf die einzulassen es sich lohnt.

Kinostart von „Vom Gießen des Zitronenbaums“: 17. Jänner.

Christina Krisch, Kronen Zeitung

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