Zwei Freilandleitungen will die Energie AG zur Anbindung des neuen 110-kV-Umspannwerks Bad Leonfelden/Langbruck errichten. Die Bürgerinitiative IG Mühlviertel setzt sich vor allem aus Gründen des Landschaftsschutzes für eine Erdkabellösung ein. Sie stützt sich dabei auch auf ein Gutachten zweier Wissenschafter, welches die technische Machbarkeit einer Erdkabellösung im Mühlviertel zu vergleichbaren Kosten einer Freileitung nachweisen will.
Folgekosten einrechnen
Diese Vergleichbarkeit ergibt sich noch mehr durch das Einrechnen von Folgekosten, wie die Abwertung von Grundstücken, Einbußen im Tourismus und Umweltkosten durch die Abholzung im Wald. „Diese Kostenwahrheit sollte bei jedem Infrastrukturprojekt umgesetzt werden“, sagt die Neos-Nationalratsabgeordnete Karin Doppelbauer. Zugleich fordert sie intensivere Bürgerbeteiligung und bessere Kommunikation durch die Energie AG bzw. durch die Landesregierung.
Antrag im Nationalrat
Doppelbauer hat im Nationalrat einen Antrag eingebracht, dass Hochspannungsleitungen mit 110 kV oder niedriger grundsätzlich als Erdkabel zu legen seien, wenn der Mehrkostenfaktor für die technische Lösung 2,5 nicht überschreitet.
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