Arbeiten für das Fest

„Die Leute sind am 24. Dezember entspannter“

Tausende Oberösterreicher sorgen am Heiligen Arbeit dafür, dass ihre Landsleute ein besinnliches Weihnachtsfest feiern können: Im Verkauf, als Paketzusteller, bei Bahn, Taxi, im Spital- und Pflegedienst

Weihnachten besinnlich daheim mit der Familie - das ist für Tausende Oberösterreicher ein unerfüllbarer Wunsch. Sie arbeiten. Aber bei einer „Blitz-Umfrage“ der „Krone“ hat niemand geklagt. Im Gegenteil: „Die Leute sind am 24. entspannter, es ist auch in der Arbeit immer eine besondere Stimmung.“

„Ich bleib’ am 24. daheim“ – mit diesem Satz hat Anna Ehrlinger (88) im Seniorenheim Bad Mühllacken den Pflegekräften ein Riesen-Kompliment gemacht, denn daheim bedeutet für die Seniorin ihr neues Zuhause. Dort sind Pflegerinnen zu Weihnachten im Dienst, sorgen für besinnliche Stimmung. Pflegerin Sabine Strondl: „Obwohl am 24. mehr Besucher da sind, ist eine ruhige Stimmung im Haus. Viele Bewohner wollen in die Mette gehen.“

Im Verkauf, bei den Post- und Paketfahrern, bei Bus, Bahn und Taxi, in Schichtbetrieben, bei den Einsatzkräften, im Spital- und Pflegedienst – zahlreiche Oberösterreicher sind am Heiligen Abend in der Arbeit. Stellvertretend ein herzliches Danke an alle, die heute das „Werkl am Laufen halten“. Wie Post-Zusteller Theodor Herrnbauer in Walding: „Am 24. ist es umso wichtiger, dass alle Pakete und Briefe ankommen. Da warten noch viele Leute darauf und sie freuen sich, uns zu sehen.“

Als Christbaumhändler am Linzer Südbahnhofmarkt ist Walter Stadler im Dezember quasi als Helfer des Christkinds im Einsatz. Am Heiligen Abend erwartet er noch Stammkunden: „Die orthodoxen Christen feiern Weihnachten erst am 6. und 7. Dezember und warten mit dem Kauf des Christbaums bis zum letzten Tag.“ Bis 14 Uhr hat Stadler geöffnet. Dann geht es auch für ihn nach Hause – zum Christbaum-Aufputzen.

Auch für das Festmahl zu den Feiertagen kann man am 24. Dezember noch einkaufen. Renate Lackinger ist – wie übrigens jedes Jahr – bis Mittag mit fünf Verkäuferinnen in ihrer Fleischhauerei im Einsatz. „Beim eigenen Festessen muss es anschließend schnell gehen.“

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Donnerstag, 24. September 2020
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