18.12.2019 09:06 |

„Es ist ein Wunder“

13 Bergleute nach 80 Stunden unter Tage gerettet

„Es ist ein Wunder.“ Nach 80 Stunden sind 13 Bergleute, die durch einen Wassereinbruch in einer Grube in Südwestchina eingeschlossen worden waren, lebend gerettet worden. Das Drama spielte sich rund zehn Kilometer vom Eingang eines Kohlekraftwerkes ab. Die Retter brauchten zwei Stunden, um zu den Eingeschlossenen zu gelangen. Fünf Kumpel kamen bei dem Vorfall ums Leben.

Der plötzliche Wassereinbruch am 14. Dezember hatte es den in 300 Metern Tiefe eingeschlossenen Bergleuten unmöglich gemacht, wieder zum Eingang des Shanmushu-Kohlebergwerks in Yibin in der Provinz Sichuan zu gelangen. Wie der Chef des Krisenzentrums, Duan Yijun, gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, habe sich einer der Vermissten in der Nacht auf Mittwoch jedoch den Weg zu den Bergungskräften bahnen können.

Gefährliche Bergeaktion
Die Rettung der Eingeschlossenen war jedoch gefährlich. In dem langen Schacht habe es keinen Strom und keine Kommunikationsmöglichkeiten gegeben, hieß es weiter. Auch die Belüftungsanlage funktionierte nicht mehr, mögliche Gaslecks verschärften die Situation.

Wasser stand „in einigen Teilen hüfthoch“
Doch auch das eingetretene Wasser stellte die Retter vor eine Herausforderung. Dieses stand im Tunnel „in einigen Teilen hüfthoch, und es war äußerst schwierig, mit 20 Kilogramm Ausrüstung voranzukommen“, so Li Shunbin, einer der Retter.
Am Ende hätten sie auf ihre Klopfzeichen an einem Stahlrohr eine Antwort bekommen, sodass die Vermissten ausfindig gemacht und geborgen werden konnten. Unter tosendem Applaus der Rettungskräfte konnten die Kumpel nach 80 Stunden Dunkelheit am Mittwoch erstmals wieder Tageslicht sehen. „Es ist ein Wunder“, so der Chef des Krisenzentrums.

14 Tote bei Gasaustritt in Grube
Erst am Vortag waren in einer Grube in der Provinz Guizhou ebenfalls in Südwestchina 14 Bergleute durch einen Gasaustritt ums Leben gekommen. Chinas Gruben gelten als besonders gefährlich. Jedes Jahr kommen nach offiziell unbestätigten Schätzungen Tausende Arbeiter ums Leben. Schlechte Sicherheitsvorkehrungen, mangelnde Aufsicht und Günstlingswirtschaft werden häufig als Ursachen genannt.

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