12.12.2019 18:00 |

„Ping-Anrufe“

Vorsicht Betrug! Mit Rückruf in die Abzock-Falle

Ein verpasster Anruf, ein Rückruf - und schon schnappt die Falle zu! In Tirol kommt es derzeit wieder vermehrt zu so genannten „Ping-Anrufen“. Hinter dieser fiesen Masche stecken internationale Betrüger, die ihren Opfern Geld abknöpfen wollen. Bemerkt wird der Schaden oft erst mit Erhalt der Telefonrechnung.

Wer in aller Welt ruft mich denn aus Ruanda an? Diese Frage dürften sich in den vergangenen Tagen und Wochen zahlreiche Tiroler gestellt haben. So viel steht fest: um Bekannte handelte es sich nicht. Vielmehr stecken in solchen Fällen skrupellose Betrüger dahinter, die auf Abzocktour sind und das große Geld wittern. Ruanda ist übrigens nur ein Beispiel von vielen. Der Trick ist gefinkelt - treffen kann es jeden. Erhöhte Vorsicht ist jedenfalls geboten!

Aber wie gehen die Kriminellen vor? Das auserwählte Opfer wird von einer ausländischen Nummer angerufen. Nach einmaligem Klingeln (englisch: „ping“) wird der Anruf abgebrochen. Der Betroffene hat somit fast keine Chance, das „Gespräch“ anzunehmen. Quasi instinktiv wird er zum Rückruf verleitet - sei es aus Neugier oder reiner Höflichkeit. Und das könnte böse Folgen haben!

Jede Sekunde bringt dreisten Betrügern Geld
„Telefonnummern, die sich hinter solchen Ping-Anrufen verstecken, sind teure ausländische Rufnummern oder welche von Satellitentelefonen. Man wird in einer Warteschleife hingehalten. Das Minutenentgelt ist ein hohes - je länger die Verbindung aufrecht ist, desto höher wird der Betrag, der verrechnet wird“, heißt es seitens der heimischen Regulierungsbehörde RTR.

Böse Überraschung auf Telefonrechnung
Wie viele Tiroler im Zuge der jüngsten Welle auf den Trick hereingefallen sind, ist völlig unklar. Bei der Polizei seien jedenfalls einige Meldungen eingegangen. Gut möglich, dass noch viele folgen werden. Denn: Die meisten Opfer bemerken die fiese Abzocke erst dann, wenn die saftige Telefonrechnung ins Haus flattert.

Wer besonders flink ist und bei einem Ping-Anruf abhebt, dem kann im Regelfall nichts passieren. „Dadurch entstehen keine Kosten“, wissen die Experten.

Fälle sollen gemeldet werden
Sollten Sie mit solchen Anrufen „bombardiert“ werden, können Sie das im Internet (www.rufnummernmissbrauch.at) melden. Mit den Informationen kann die Regulierungsbehörde dann gezielt Maßnahmen ergreifen. Auf dieser Website gibt es auch nützliche Tipps für all jene, die in die Abzock-Falle getappt sind.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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