Tilgs Parteikollege Andreas Köll sowie der rote Abgeordnete Ernst Pechlaner und auch noch andere Parteifreunde scheinen sich bei Tilgs Aussage aber nicht so sicher zu sein. Richteten die Mandatare doch kürzlich einen Antrag an den Landtag, in dem es heißt: "Die Tiroler Landesregierung wird aufgefordert, dafür Vorsorge zu treffen, dass das notärztliche System für die Zukunft abgesichert ist."
"Ich frage mich, warum die rot-schwarzen Politiker Anträge einbringen, die durch oppositionelle Anfragen bereits abgehandelt wurden", fragt sich Heis.
Grüne: "Chaos pur"
Auch die grüne Opposition nimmt die von Landesrat Tilg initiierte Neuordnung des Rettungswesens unter Beschuss und spricht von "Chaos pur": "Nun kommt es zur vierten überarbeiteten Ausschreibungsrunde, weil auch die dritte Ausschreibung zu schlecht war, um ein Ergebnis zu bringen", berichten die Abgeordneten Georg Willi und Gebi Mair. Nun müssen neuerlich Gebote abgegeben werden. Ob weitere Runden folgen, sei derzeit noch unklar.
Das "Chaos" mit einer neuerlichen Ausschreibungsrunde habe aber auch weitergehende Folgen: "Wie es derzeit aussieht, ist die Geduld der Tiroler Rettungsorganisationen zu Ende. Sie lassen sich nicht mehr endlos lang von Landesrat Tilg und seinem Team mit immer neuen Ausschreibungsrunden pflanzen. Unterpreisig wie es vielleicht die dänische Firma Falck tut, werden die Rettungsorganisationen jedenfalls nicht anbieten. Das kann aber heißen, dass am Ende die Dänen die Ausschreibung gewinnen und Tausende Freiwillige ihre Uniform an den Nagel hängen", befürchten die Abgeordneten Georg Willi und Gebi Mair.
von Matthias Holzmann und Philipp Neuner, Tiroler Krone
Symbolbild
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