04.12.2019 06:45 |

Mehr Budget nötig

Schäden am Wegenetz größer als gedacht

Die heftigen Unwetter im November zerstörten in Oberkärnten einen Großteil des ländlichen Wegenetzes sowie Teile der Landes - und Forststraßen. Der Schaden beträgt mehr als 22 Millionen Euro. Außerdem sind nach wie vor 150 Häuser abgeschnitten. Für die Sanierungen muss das Landesbudget aufgestockt werden.

„Die große Herausforderung im ländlichen Wegenetz ist es derzeit, einerseits die enormen Schadmaterialien abzutransportieren und geeignete Lagerflächen dafür zu finden. Anderseits müssen die Schadstellen teils mit aufwändigen und kostenintensiven Spezialtiefbaumaßnahmen gesichert werden“, berichtet Straßenbau-Landesrat Martin Gruber, der für die Schadensbehebung nun sein reguläres Budget für 2020 vorbelastet: „Bewohner müssen so rasch wie möglich wieder gefahrlos zu ihren Häusern und Hofstellen gelangen.“

Für die Landesregierung steht jedoch fest, dass generell zusätzliches Geld für die Sanierungen nötig sein werde. Allein für Straßen und Wege sind rund 22 Millionen Euro notwendig.

Gruber war daher vergangene Woche in Oberkärnten auf Lokalaugenschein, um besonders heikle Schadstellen zu besichtigen. Die wohl am stärksten in Mitleidenschaft gezogene Gemeinde Flattach weist nahezu an jeder Weganlage Schäden auf, wobei der Hotspot am Grafenberg liegt. Dort sind nach wie vor viele Häuser von der Außenwelt abgeschnitten.

In Rangersdorf ist vor allem die Weganlage Zladisch stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Im Bereich Pfaffenberg in Obervellach wurde der gesamte Fuß der Straße weggerissen, wodurch kostenintensive Spezialtiefbaumaßnahmen nötig sind. „Wir haben alle regulären Baustellen eingestellt und alle verfügbaren Kräfte nach Oberkärnten geschickt. Es wird mit Hochdruck gearbeitet, um die Wege zu den 150 Höfen, die immer noch abgeschnitten sind, wieder herzustellen“, so Gruber.

Alex Schwab
Alex Schwab
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