18.06.2010 12:09 |

Frau wohl ertrunken

Suchaktion nach 35-Jähriger in NÖ eingestellt

Die Suchaktion nach einer seit Mittwoch vermissten 35-Jährigen aus dem niederösterreichischen Edlitz ist eingestellt worden, so das Landesfeuerwehrkommando am Freitag. Weiterhin kontrolliert würden hingegen Wehranlagen. Die Frau dürfte in den Hochwasser führenden Edlitzbach gestürzt sein. An der letztlich erfolglosen Suche waren bis zu 120 Feuerwehrleute, Hunde, ein Hubschrauber der Polizei sowie Kajakfahrer beteiligt.
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Eine am frühen Mittwochabend im Wasser gefundene Regenjacke dürfte entgegen ersten Angaben des Lebensgefährten der Frau doch nicht der Vermissten gehören. Der Mann, selbst Mitglied der Feuerwehr Edlitz im Bezirk Neunkirchen, wurde von einem Kriseninterventionsteam betreut. Obwohl die große Suchaktion eingestellt worden ist, würden seitens der Feuerwehr weiterhin drei Wehranlagen auf dem Edlitzbach und der Pitten kontrolliert, so das Landeskommando.

Die Suchaktion wurde laut Feuerwehr dadurch erschwert, dass in den drei Bächen eine Fließgeschwindigkeit von 13 Kubikmeter Wasser pro Sekunde herrschte. Am Unglückstag waren es sogar 40 Kubikmeter. Deshalb könnten auch keine Rettungszillen der Feuerwehr eingesetzt werden.

Hobbysportler beteiligten sich daher am Donnerstag in zwei Kajaks an der Suche, da diese wesentlich wendiger und leichter steuerbar sind. Diese suchten auf einer Gesamtlänge von 30 Kilometer den Edlitzbach, die Pitten und die Schwarza ab. Auch ein mit einer Wärmebildkamera ausgestatteter Helikopter des Innenministeriums half beim Einsatz.

Hund der Frau saß samt Leine bei Brücke
Ein Bekannter der 35-Jährigen hatte am Mittwoch gegen 12.45 Uhr deren Hund entdeckt, der samt Leine bei einer Brücke saß, berichteten Rotes Kreuz und Feuerwehr. Neben sechs Feuerwehren mit bis zu 120 Mann waren am Mittwoch auch zehn Suchhunde vom Roten Kreuz, zwei von der Exekutive sowie weitere von der Bergrettung im Einsatz.

Postler von Mure erfasst und mitgerissen

Glück im Unglück hatte dagegen ein niederösterreichischer Postler, der während einer dienstlichen Fahrt zu einem Bauernhaus in Langegg (Gemeinde Aspang) von einer Mure überrascht und einen Hang hinuntergerissen wurde. Obwohl sich das Postauto überschlug, blieb der Mann am Steuer unverletzt. Am Nachmittag sollte ein Geologe die Situation untersuchen, um festzustellen, ob das Bauernhaus evakuiert werden muss oder als sicher freigegeben werden kann.

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