Die spannendste Personalie vor Spielbeginn war die von Elfenbeinküste-Star Didier Drogba: Spielt er oder spielt er nicht? Nach seinem Ellbogenbruch hatte der Stürmer wenige Stunden vor dem Anpfiff von der FIFA grünes Licht erhalten, mit einer Spezialschiene spielen zu dürfen. Doch Trainer Eriksson ließ den Chelsea-Angreifer zunächst nur auf der Bank schmoren.
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Stangenschuss von Ronaldo
Der Star der Portugiesen, Cristiano Ronaldo, kam gleich gut in die Partie und zeigte sein Können in der 11. Minute: Zwischen Mittellinie und Strafraumgrenze ließ er seinen Bewacher mit einer Körpertäuschung stehen und schoss aufs Tor, doch der linke Pfosten verhinderte die frühe Führung für die Iberer. Im Gegenzug wurden die Ivorer erstmals gefährlich, ein Freistoß von Tiene ging nur knapp am rechten Pfosten vorbei. In der 23. Minute konnte Portugal-Verteidiger Carvalho einen Alleingang von Drogba-Ersatz Gervinho im letzten Moment stoppen.
Bis zum Pausenpfiff blieben beide Sturmreihen harmlos, Strafraumszenen waren Mangelware. Die Portugiesen kombinierten teilweise gefällig, der letzte Pass kam jedoch nicht an. Die Afrikaner spielten abwartend und ließen den Gegner kommen, richtig gefährlich wurden sie bei ihren Gegenstößen aber auch nicht.
Elfenbeinküste macht Druck
Nach der lethargischen Schlussphase der ersten Spielhälfte legte die Elfenbeinküste zu Beginn der zweiten 45 Minuten los wie die Feuerwehr. Gervinho tanzte auf der linken Seite seinen Bewacher aus und schoss aus spitzem Winkel aufs Tor, doch Eduardo war zur Stelle (47.). Wenige Minuten später bediente Yaya Toure Stürmer Kalou, dessen Schuss von der Strafraumgrenze zu schwach ausfiel, um den portugiesischen Keeper zu überraschen. Nach einer Stunde Spielzeit war es der agile Gervinho, der im Strafraum zum Kopfball kam, doch der Ball ging weit drüber. Zuvor war es den Portugiesen erstmals in der zweiten Hälfte gelungen, einigermaßen gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Der Kopfball von Liedson landete jedoch in den Armen von Torhüter Zogbo (58.).
In der 66. Minute jubelten die Fans der Elfenbeinküste, jedoch nicht wegen eines Tors: Didier Drogba kam für Kalou ins Spiel. In der ersten Minute der Nachspielzeit wäre dem Chelsea-Legionär beinahe der Siegtreffer gelungen, doch er verzog knapp.
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