15.11.2019 21:00 |

Nix wie los

Ins versteckte Venntal am Brenner

Unternehmen wir eine kurze Entdeckungstour in das verborgene und völlig zu Unrecht wenig beachtete Venntal am Brenner. Auch dort herrscht bereits tiefer (November)winter.

Zwar sind die Vennhöfe mit der Jausenstation über einen Fahrweg erreichbar, die Wanderung dorthin stellt aber nicht unbedingt ein Kinderspiel dar. Denn der Weg wird nicht immer geräumt, oft gibt es nur eine angestapfte Spur. Je nach Verhältnissen bietet sich somit eine Schneeschuhtour an. Fast ein „Abenteuer“, das uns da in diesem versteckten Seitental des Wipptals erwartet.

Wir fahren beim Brennersee von der A13 ab und auf der Bundesstraße weiter südlich. Kurz vor dem Pass gilt es links das Haltestellenhäuschen nicht zu übersehen. Hier links abzweigen, unter der Unterführung durch und dann erneut nach links. Dort, beim Fahrverbot, beginnt die Tour.

Ein Fahrweg leitet gemütlich empor und gleich in den Wald hinein. Der Lärm der Autobahn ist rasch Geschichte, nur das Rauschen des Vennbachs unter der Route durchdringt die Stille.

Wir halten uns stets ansteigend einwärts und kommen nach einer halben Stunde aus dem Wald heraus ins freie Gelände. Dort befinden sich nebeneinander die zwei Vennhöfe bzw. die Jausenstation und damit unser Ziel. Zwar wäre die Weiterwanderung mit Schneeschuhen bis in den Talschluss möglich, aufgrund der Lawinensituation derzeit aber nicht machbar. Stichwort Lawinen: Der Weg zu den Vennhöfen kann wegen Lawinengefahr gesperrt sein. Die Wirtsleute geben telefonisch über die jeweils aktuelle Situation Auskunft.

Wir genießen jetzt die Einkehr in der gemütlichen Jausenstation. Der Hausherr des rund 400 Jahre alten Hofs ist übrigens erfolgreicher Ziegenzüchter. Wundervolle Blobe-Ziegen – eine alte Tiroler Gebirgsrasse – stehen im Stall.

Gestärkt geht es schließlich entlang derselben Route das Tal wieder hinaus.

Factbox: 

Talort: Gries am Brenner (1164 m)

Ausgangspunkt: Beginn des Fahrwegs ins Venntal (knapp 1400 m); begrenzte kostenlose Parkmöglichkeiten nach der Bahnunterführung.

Strecke: Fahrweg (nicht immer geräumt, oft nur eine angetretene Spur)

Voraussetzung: keine

Kinder: ab zwei Jahren

Ausrüstung: festes Schuhwerk, Stöcke, Winterkleidung, Mütze, evt. Handschuhe; evt. Schneeschuhe

Einkehrmöglichkeit: Jausenstation Venn (1458 m), Donnerstag Ruhetag, T 0664/3130353

Anreise mit Öffis: S-Bahn von Innsbruck zum Bahnhof Brenner (rund 15 Minuten vom Ausgangspunkt entfernt)

Wichtig: Besonders bei der derzeitigen Wetterlage unbedingt vorab bei der Jausenstation über eine mögliche Lawinensperre des Wegs erkundigen!

Höhenunterschied: ca. 150 Höhenmeter

Länge: ca 3 Kilometer (hin und retour zusammen)

Gehzeit: je ca. 1/2 Stunde (Auf- bzw. Abstieg)

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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