08.11.2019 21:51 |

Saß wegen Korruption

Brasiliens Ex-Präsident Lula aus Haft entlassen

Kurz nachdem Brasiliens Justiz am Freitag die Freilassung von Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva aus dem Gefängnis angeordnet hatte, ist der 74-Jährige vorerst aus der Haft entlassen worden. Als er das Polizeipräsidium von Curitiba verließ, wurde der frühere Staatschef von zahlreichen Anhängern begeistert empfangen. Lula, eine Ikone der brasilianischen Linken, war 2017 nach einem Aufsehen erregenden Verfahren wegen Korruption verurteilt worden.

Zuletzt hatte der Oberste Gerichtshof entschieden, dass in erster und zweiter Instanz verurteilte Straftäter bis zur Ausschöpfung aller möglichen Rechtsmittel auf freiem Fuß bleiben dürfen. Damit machten die Richter den Weg frei für die Freilassung von Tausenden Verurteilten - darunter auch Lula.

Verbüßte Freiheitsstrafe wegen Korruption
Seit April 2018 saß Lula seine Haftstrafe ab, die zuletzt vom Obersten Gericht von rund zwölf Jahren auf acht Jahre und zehn Monate herabgesetzt wurde. Dem heute 74-Jährigen wurde vorgeworfen, eine Luxuswohnung als Gegenleistung für lukrative Aufträge des Staatskonzerns Petrobras an das Bauunternehmen OAS erhalten zu haben.

Lula, der das Verfahren von Anfang an als politisch motiviert anprangerte, hatte Brasilien von 2003 bis 2010 regiert. In seiner Amtszeit erlebte das Land einen Wirtschaftsboom, die Regierung legte Programme gegen Armut und für Landreformen auf. Gleichzeitig erreichte der Petrobras-Skandal seinen Höhepunkt.

Ermittlungen gegen Dutzende Politiker
Im Zuge der Ermittlungen zum größten Korruptionsskandal Lateinamerikas, „Lava Jato“ (Autowäscherei), um den halbstaatlichen Ölkonzern Petrobras wird in Brasilien gegen Dutzende Politiker, Funktionäre und Unternehmer ermittelt.

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