04.11.2019 09:32 |

Kommentar

Landespolitik in der Strom-Falle: „Entmündigung!“

Seit einstmals Doris Bernhofer als Flachgauer Bannerträgerin gegen die „Stromautobahn im Freilandlook“ im Verein mit Gleichgesinnten massiv Stimmung machte, sind nun mehr als 12 Jahre durchs Land gezogen. Mit dem bekannten Ergebnis, die Energie-Manager erhielten ihre metallisch glänzende Kabel-Schneise von OÖ bis zum Umspannwerk bei Elixhausen.

Die ablehnende Haltung zu Erdkabeltrasse brachte auch für die anstehende Etappe nur die alten Argumente - aber ein beachtlich frivoles Detail enthüllt das Kleingedruckte, das man im Faksimile der Freitags-„Krone“ ausmachen kann. Steht da unter 4. doch unverhohlen etwas, das wohl nicht nur aus meiner Sicht die eiskalte Entmündigung von gewählten Bürgermeistern bedeutet und ganz allgemein wohl eher ein Edikt aus dem Kreml als eine demokratische Nachricht ist: Sollten sich Ortschefs nicht stromlinienmäßig im Sinne der APG verhalten, wird die Gemeindeaufsicht eingeschaltet.

Wie bitte? Ortspolitik wird handstreichartig overruled, wenn sich für die energetischen Drüberfahrer Hindernisse auftun? Da fällt mir ein oft zitiertes Vermächtnis von W. Haslauer senior ein, der doch innig appellierte, auf sein Salzburg aufzupassen. Ob sich das erfüllt, wenn Regionalpolitiker, die Landschaft und damit wohl auch die touristische Einnahmequelle schützen wollen, einfach abgedreht werden? Dazu würden doch recht viele auch die Sichtweise von W. Haslauer junior hören wollen.

Roland Ruess
Roland Ruess
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