25.10.2019 11:30 |

Rück- und Ausblick

Sommerfrische in Tirol ist wieder voll im Trend

Die Tirol Werbung lud am Donnerstag zum traditionellen Rück- und Ausblick. Die vorläufige Sommerbilanz ist mit plus 1 Prozent bei den Nächtigungen sehr erfreulich, damit ist die Anknüpfung an die „goldenen 1990er-Jahre“ gelungen. Die Wertschöpfung von 1,9 Milliarden Euro ist aber die wichtigere Kennzahl.

Die Sommerfrische in den Bergen erlebt eine Renaissance“, fasste Tirol-Werbung-Geschäftsführer Florian Phleps die Monate Mai bis September zusammen. Für die endgültige Sommerbilanz fehlt der Oktober, viel ändern wird dieser Monat allerdings nicht. Konkret kamen in fünf Monaten rund 5,5 Millionen Sommergäste ins Land. Die Nächtigungen stiegen um 1 Prozent auf 19,8 Millionen, der höchste Wert seit dem Jahr 1993. Die Aufenthaltsdauer blieb mit 3,6 Tagen gleich.

Wertschöpfung gestiegen
„Noch wichtiger als neue Nächtigungsrekorde ist aber die Wertschöpfung. Sie legte laut einer Berechnung des MCI Tourismus um 2,3 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zu“, bilanzierte LH und Tourismusreferent Günther Platter im Innsbrucker Hotel „Adler“ bei der traditionellen Rückschau bzw. beim Winterausblick.

Sommersaison holt gegenüber Winter auf
Spannend zu sehen ist, dass der Sommer gegenüber dem Winter immer mehr aufholt. „Inzwischen kommen 45 Prozent der Urlauber im Sommer nach Tirol“, verdeutlichte Platter. „Das Sommerergebnis zeigt eine langfristige Entwicklung“, spielt Phleps auf die Jahre seit 2009 an, denn seit damals gehen die Nächtigungszahlen nach oben.

Bettenzahl rückläufig
Einen der Mosaiksteine für diesen Erfolg sieht man darin, dass Werte wie Natur und Gesundheit in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnen würden. Trotzdem mahnt Phleps. „Wir konkurrieren mit der ganzen Welt – etwa damit, dass man um 50 Euro nach Mallorca fliegen kann.“ Positiv sei, dass das Wachstum im Sommer in Tirol nicht auf einer Steigerung der Kapazitäten, sondern der Auslastung beruhe. „Im langjährigen Vergleich ist die Bettenzahl im Land rückläufig und hat in den vergangenen zehn Jahren um 3,9 Prozent auf 330.000 abgenommen“, verdeutlicht der Tirol-Werbung-Chef. Laut Mario Gerber, Hotellerie-Fachgruppenobmann in der Wirtschaftskammer Tirol, waren 50 Prozent der Hotelbetreiber mit dem Sommer „zufrieden“, 29 Prozent sogar „sehr“.

„Niveau halten“ als Ziel für Winter
Der Winter naht und die Tiroler Tourismusbranche ist von Optimismus beherrscht. Laut einer Umfrage sind acht von zehn Beherbergern gleich oder besser gebucht als im Vorjahr. Besonders groß ist die Anfrage aus den Kernmärkten Holland und Deutschland. „Wie man aber sieht“, warnte LH Günther Platter, „hat der Winter stets Überraschungen parat“. Er erinnerte an die vergangene Wintersaison, als der Schnee zunächst ausblieb und dann im Jänner für ein (Verkehrs-)Chaos sorgte.  Tirol-Werbung-Chef Florian Phleps gibt nach mehreren Rekordjahren die Parole aus, dass man das hohe Niveau halten wolle.

Weihnachten und Ferien fallen zeitlich gut
Der Kalender kommt dem Tourismus in den Weihnachtsferien entgegen: „Hauptanreisetage werden der 21. und 28. Dezember sein“, sagte Phleps. Auch die Semesterferien sind einigermaßen gut gestaffelt - mit einer Ausnahme: Die holländischen Krokusferien „kollidieren“ im Februar mit den bayerischen Winterferien. Der Ostertermin eignet sich in höheren Lagen wohl noch zum Skifahren (Ostersonntag ist der 12. April). Eine generelle Herausforderung sieht die Branche in der Kurzfristigkeit: Früher sei man teils am Anfang der Saison schon ausgebucht gewesen. Heute schauen fast alle Gäste auf Webcams und Wetter und entscheiden erst dann.

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