Eine Studie des Landes hatte Erschreckendes gezeigt: 40 Prozent der heimischen Gewässer wie etwa die Drau, die Glan oder die Möll sind in keinem guten Zustand. Schuld daran sei unter anderem der Bau von Hochwasserschutzanlagen und Wasserkraftwerken. "Öko-Sünden", für deren Bereinigung auch die Stromlobby zahlen muss.
"Jetzt ist der Nationale Gewässerbewirtschaftungsplan in Kraft getreten. Es wurde vereinbart, dass bis 2027 der Gewässerzustand verbessert wird. Bis 2015 wird die Durchgängigkeit für Wanderfische wieder hergestellt", erklärt Barbara Pucker, Leiterin der Wasserrechtsbehörde.
Fische werden mittels Trick gelotst
Damit die Fische ungehindert schwimmen und sich vermehren können, nehmen Konzerne Millionen Euros in die Hand und zeigen sich wie beim Draukraftwerk in Villach erfinderisch. "Die Fische werden dort mit einer versteckten Lockstrompumpe direkt zum Umgehungsbach gelotst", so Verbund-Sprecher Florian Seidl. Dabei werde eine Wasserströmung erzeugt, die dem Fisch die richtige Schwimmrichtung suggeriert. Einige heimische Arten sind ja bereits vom Aussterben bedroht.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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