Der Streit um eine umstrittene Zulage für Jost hatte den Stein ins Rollen gebracht. Die Begleiterscheinungen dieser "Affäre" veranlassten Jost dann, zu einem Rundumschlag auszuholen, durch den er "untragbar" und schließlich durch den Gemeinderat abberufen wurde.
Jost-Anwalt: "Vorwürfe aus der Luft gegriffen"
Der Anwalt von Jost, Dr. Kurt Klein, hat dagegen jetzt eine Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde des Landes eingereicht: "Die Vorwürfe, auf Grund derer Jost abberufen wurde, waren aus der Luft gegriffen. Die Abberufung ist nichtig."
Parallel dazu hat Klein eine Klage gegen die Landeshauptstadt beim Arbeits- und Sozialgericht eingebracht: Es soll von einem unabhängigen Gericht geklärt werden, ob Josts Suspendierung rechtens war, und ob er weiter Anspruch auf seine vollen Bezüge hat.
Zukunft von Jost völlig offen
Der Bürgermeister will sich dazu nicht äußern. Er beruft sich auf das Ergebnis der Disziplinarkommission, die die Vorwürfe prüft. In welcher Funktion oder ob Jost überhaupt weiter im Dienst der Stadt tätig sein wird, ist offen.
"Wo sollte er eingesetzt werden, wenn er seinen Arbeitgeber klagt?", fragt Personalreferent Wolfgang Germ. Am Mittwoch wird die Ausschreibung für den Posten des Direktors öffentlich gemacht. Germ: "Die Kommission ist am Zug. Binnen drei Monaten wollen wir einen neuen Magistratsdirektor haben."
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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