"Ich betreibe die Wetterstation Mühlviertel seit zehn Jahren – einen Tornado hab' ich bisher aber noch nie erlebt, auch in Aufzeichnungen ist darüber nichts zu finden", berichtete Wetterbeobachter Christian Nimmervoll. Seine Wetterkamera zeichnete das Naturphänomen am Samstag von 11.33 bis 11.40 Uhr auf.
In diesen sieben Minuten hatte der Wolkenrüssel offenbar auch Bodenkontakt. "Die Gewitterzelle befand sich etwa einen Kilometer vom Ort entfernt über Waldgebiet, sodass es keine Schäden gegeben haben dürfte", so Nimmervoll.
Sommer in Sicht
Da nun mit der Schafskälte, mit der bis Mittwoch sogar die Schneefallgrenze wieder auf 1.300 Meter sinkt, eine Kaltfront aus Westen Gewitterzonen über Oberösterreich treibt, sind weitere Tornados nicht auszuschließen. Nach dem "dunklen Mai" folgt ein sonnenarmer Juni-Anfang.
"Aber ab dem Wochenende könnte das Wetter endlich sommerlich werden", macht ZAMG-Meteorologe Josef Haslhofer den Oberösterreichern leichte Hoffnung.
von Johann Haginger, "OÖ Krone"
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