Schwere Unwetter

Feuerwehr musste in weiten Teilen des Landes ausrücken

Niederösterreich
30.05.2010 17:52
Auf der einen Seite sind die Aufräumarbeiten im Gange, auf der anderen Seite kommen immer neue Zerstörungen dazu. Noch immer hat sich das Wetter nicht beruhigt, auch am Sonntag wurde der Himmel im Osten wieder pechschwarz. Im Weinviertel und Marchfeld sowie im Bezirk Baden rückten Feuerwehren zu Auspumparbeiten aus. In Klosterneuburg musste die tief gelegene Umfahrungsstraße gesperrt werden.

Zerstörte Brücken, kaputte Stege und unterspülte Wege – die Gemeinde Hollenthon ist zum Teil ein einziges Katastrophengebiet geworden. Immer noch sind derzeit sieben Familien in ihren Häusern gefangen, nur provisorisch konnte die Feuerwehr und das Bundesheer einen wegähnlichen Korridor zu den Gebäuden errichten, der allerdings auch nur mit geländegängigen Fahrzeugen zu erreichen ist. "Wenigstens haben sie Wasser und Strom", erklärte ein Feuerwehrmann. "Wir kümmern uns so gut es geht um die Eingeschlossenen."

Baumriesen werden auf Straße zersägt
Der Behelfsübergang ist auf maximal zwölf Tonnen Belastung ausgelegt. Die ursprüngliche Brücke wurde am vergangenen Donnerstag von den Fluten eines ansonsten kleinen Bachs weggerissen. Allein in der Buckligen Welt standen 400 Feuerwehrleute im Einsatz.

Der Rest ist für die krisenerprobten Einsatzkräfte traurige Routine: Umgestürzte Bäume zersägen und häppchenweise von der Straße tragen. Die Prognose der Meteorologen für die nächsten Tage: „Ein neues Tief bringt neuen Regen, zum Teil auch in enormen Mengen.“

von Michael Pommer (Kronen Zeitung) und noe.krone.at

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