Warnung an Priester
Hoher Geistlicher: Auf Kinderschänder wartet die Hölle
Ausland
30.05.2010 13:35
Der Strafverfolger des Vatikans hat Kinderschändern in der Kirche mit Verdammnis in der Hölle gedroht, die schlimmer als die Todesstrafe sei. Monsignore Charles Scicluna zitierte bei einem Wiedergutmachungsgottesdienst in Rom am Samstag Papst Gregor den Großen: Es sei "wirklich besser", wenn des Kindesmissbrauchs schuldige Priester zum Tode verurteilt würden, als "die schrecklichere Verdammnis in der Hölle" zu erleiden.
Scicluna bat bei seinem Gottesdienst im Petersdom um Gebete für die von Geistlichen missbrauchten Opfer, "damit ihre Wunden heilen und sie wahren Frieden finden" könnten, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete. Auch für reuige und geständige Täter solle gebetet werden, "damit sie sich ehrlich ihrer Schuld stellen und die Konsequenzen tragen können."
Der Vatikan wollte sich zunächst nicht zu Sciclunas Predigt äußern, da ihm der genaue Text nicht vorgelegen habe. Scicluna leitet die Ermittlungen gegen pädophile Priester in der katholischen Kirche. Der aus Malta stammende Priester begann seine Meditation mit einer Stelle aus dem Markus-Evangelium. Darin heißt es, wer Kindern Schaden zufüge, solle mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen werden.
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