14.10.2019 09:00 |

Vater aus Pill besorgt

„Am Schulweg meiner Tochter lauern Gefahren“

Die Bilanz der Tiroler Polizei ist mehr als erfreulich: Im ersten Monat des neuen Schuljahres gab es keinen einzigen Unfall am Weg zum Unterricht. Doch auf dieser guten Nachricht sollte man sich nicht ausruhen. In Pill ist die Sorge eines Vaters allein schon beim Gedanken an den Schulweg riesengroß.

Noch bevor seine Tochter die Schultasche umschnallt, bereitet allein der Gedanke an den Schulweg Michael Mair aus Pill beinahe schlaflose Nächte. Um in die Schule zu gelangen, muss das Kind des Unterländers gleich mehrere gefährliche Situationen meistern. „Wir wohnen in der Heiligkreuzsiedlung und es ist unserer Tochter sowie den anderen zehn bis fünfzehn Kindern nicht möglich, sicher in den Kindergarten oder in die Schule zu kommen“, ärgert sich der besorgte Papa.

Bereits die Einfahrt zur Siedlung sieht Mair mit Argusaugen. „Die Tempo-70-Beschränkung am Ortsende Richtung Schwaz ermutigt viele Autolenker zu beschleunigen. Hinweis auf die Einfahrt in die Siedlung gibt es keine. Ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert, sollte etwa einmal ein Ball auf die Straße rollen.“

Parkende Autos, die den Gehweg versperren
Von seiner Siedlung aus gibt es zwei Möglichkeiten, in die Schule zu kommen – beide mit Hindernissen. „Beim ersten Weg muss man auf Höhe des Hotels Plankenhof die Bundesstraße queren. Es gibt dort zwar eine Mittelinsel, aber leider keinen Schutzweg“, erklärt Mair. Besonders problematisch sei, dass Gäste des Hotels sowie des angeschlossenen Gasthauses öfters den Gehweg zuparken. „Fußgänger müssen dann auf die Bundesstraße ausweichen, um sich an den Auto vorbeizuschlängeln“, hat der Piller bereits des öfteren beobachtet. Nicht nur ein Problem für Schüler, sondern am Abend auch für Erwachsene, die zur Bushaltestelle oder zum Bahnhof müssen.

Wem der Übergang beim Hotel zu gefährlich ist, der kann zwar im Dorf bei einem Zebrastreifen die Straße queren, bis dorthin lauert aber nach einem Gastgarten vor allem für kleine Kinder eine gefährliche Kreuzung. „Die Autos fahren dort bis direkt an die Bundesstraße. Schutzweg gibt es hier keinen“, so Mair.

Hat man es auf die andere Straßenseite geschafft, wartet das nächste Problem. „Um kurz einzukaufen, Zigaretten herauszudrücken oder am Bankomat Geld zu beheben, parken Autos und Lkw oft den Gehsteig zu. Um dort vorbeizukommen, muss man direkt durch die Busbucht gehen. Alles in allem ein gefährlicher Schulweg. Ich hoffe nicht, dass ein Unfall passieren muss, bevor etwas getan wird.“

Samuel Thurner
Samuel Thurner
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