Integrationsklasse oder Sonderschule? Diese schwierige Entscheidung müssen Eltern von behinderten Kindern treffen. Während in der Steiermark 80 Prozent der Kinder Integrationsklassen besuchen, liegt der Anteil in Tirol nur bei 40 Prozent. Denn in der Praxis ist die Wahlfreiheit oft nicht gegeben, da es nicht überall Integrationsklassen gibt.
"Es stimmt, dass es in einigen Fällen derzeit keine Möglichkeit für Integration gibt", räumt Bildungs-Landesrätin Beate Palfrader ein. Das Land habe aber zwei Arbeitsgruppen gebildet, die Verbesserungen vorbereiten. Damit reagiert Tirol auf die Kritik von Behindertenanwalt Erwin Buchinger, Integrationsvereinen und Grünen.
"So viel Integration wie möglich, so viele Sonderschulen wie nötig", nennt Palfrader das Ziel. Der Bund müsse allerdings für mehr Planstellen sorgen. Sonst sei jedes Bemühen unmöglich. Die Forderung der Grünen, die Sonderschule abzuschaffen, ist für die Landesrätin nicht realisierbar: "Diese Schulen leisten beste Arbeit und sind gesetzlich verankert."
von Claudia Thurner, Tiroler Krone
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