04.10.2019 06:00 |

Großeltern glücklich

Spielzeug und Kleidung für gerettete IS-Kinder

Eine der traurigsten Geschichten, die das Leben schrieb, bekommt nun ein Happy End. Die Kinder der im Dschihad getöteten IS-Anhängerin Sabina S. sind, wie berichtet, am Mittwoch in Wien gelandet. Nun konnten die Großeltern ihre Enkelkinder in die Arme nehmen. Sie sind froh, dass die Rückholaktion geklappt hat.

„Endlich mal gute Nachrichten nach langer Zeit“, zeigt sich Dr. Clemens Lintschinger erleichtert. Er vertritt Senada S., jene Mutter, die ihre Tochter Sabina an den IS verloren hat. Da ein Wiener Bezirksgericht den Großeltern das Sorgerecht übertragen hat, organisierte das Außenministerium die heikle Heimreise. Der Bub (3) und das Mäderl (2) strahlen, als sie Oma und Opa mit Spielzeug und neuer Kleidung in Empfang nehmen. Der kleine Bub plappert sogar noch ein bisschen Deutsch.

Tiefe seelische Wunden befürchtet
Körperlich sind sie gesund, doch wie tief die Wunden in ihren Seelen sind, wird sich noch herausstellen. Wichtig ist, dass die Kinder gut Deutsch lernen und bei Bedarf psychologische Hilfe bekommen. Ansonsten gebe es laut Anwalt noch Formalitäten zu erledigen, wie etwa die Geburtsurkunden.

Indes kämpfen in Salzburg die Eltern von IS-Sympathisantin Maria G. um ihre Enkelkinder Isa und Mohammed. Gegen die 22-jährige Mutter liegt ein Haftbefehl vor. Und auch Evelyn P. aus Wien hat ein Kind in Syrien zur Welt gebracht.

Martina Münzer und Oliver Papacek, Kronen Zeitung

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