Winzer sauer:

„Diebestouren“ in Weingärten

Niederösterreich
04.10.2019 12:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein paar Trauben, drei Äpfel, eine Hand voll Nüsse. „Das wird ja keinem wehtun“, dürften sich Touristen denken. Denn die Früchte liegen und hängen in der Natur herum. Man koste ja nur im Vorbeigehen - doch die „Kostproben“ lassen Winzern den Kragen platzen.

Hier geht es nicht um Geiz oder Gier, hier geht es um Diebstahl und Schäden für Wein- und Obstbauern. „Das läuft aus dem Ruder“, betont ein Wachauer Winzer, „hier wird ungeniert von fremdem Grund und Boden genommen“. Was Touristen oft nicht wissen: Einfach so zu „kosten“ und vielleicht auch noch den Kofferraum mit edlen Früchten anzufüllen, kann teuer kommen. Denn im Feldschutzgesetz steht, dass Obstdiebe mit bis zu 1500 € bestraft werden können.

„Obstnascher“ auf das fremde Eigentum hinzuweisen, fruchte nicht mehr, wie Niki Moser aus Rohrendorf weiß: „Eine mit Säcken ausgestattete Nuss-Sammlerin meinte lapidar: ,Liegt ja eh nur herum.‘“ Die logische Konsequenz: Anzeigen!

Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung

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