Der gelernte Tischler (52), der in der Lehranstalt Werken unterrichtet, stand am Dienstag am Innsbrucker Landesgericht wegen Körperverletzung vor Richter Günther Böhler. Er war wegen des Vorfalls immer noch sehr zerknirscht. "Ich war dermaßen erschrocken, dass einem Schüler etwas passiert sein könnte, dass mir dann die Hand auskam", sagte der Angeklagte.
Beim Herstellen einer Zink-Schatulle drückte einer der umstehenden Schüler hinter dem Rücken seines Lehrers auf das Band, dass es einen "Schnalzer" machte. "Ich fragte wer das war. Der ganz vorne Stehende sagte etwas. Da verlor ich die Nerven, es tut mir unendlich leid", sagte der Angeklagte.
"Ich fragte den Lehrer nur: 'Ja, was war das denn?'", sagte das 14-jährige Opfer: "Nach der Ohrfeige hatte ich ein taubes Gefühl, Schmerzen, hörte dauernd ein Geräusch und war vier Wochen in Behandlung."
Zum Glück, so berichtete Privatbeteiligtenvertreter Mathias Paul Hagele, habe sich die Verletzung nicht, wie zuerst befürchtet, als dauerhaft herausgestellt. Der Bursch hört heute wieder völlig normal. "Wir einigten uns auf 1.700 € Schmerzensgeld“, sagte er.
Verteidiger Max Gredler betonte: "Der Angeklagte wird den Schaden sofort gutmachen. Damit wären alle Voraussetzungen für einen außergerichtlichen Tatausgleich (Diversion) gegeben." Dem stimmten der Richter und der Opferanwalt zu.
von Hans Licha, Tiroler Krone
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