Drowning Pool galt als eine der aufstrebensten Nu-Rock Bands Amerikas - dann verstarb im August 2002 Frontmann Dave Williams plötzlich an einer Herzmuskelschwäche und es wurde ruhig um den Rest der Band. Jetzt melden sich Drowning Pool mit ihrem neuen Album "Desensitized" und Sänger Jason Jones zurück, und beweisen eindrucksvoll, dass sie es noch immer drauf haben.
Gleich der Opener "Step Up" (ebenfalls auf demSoundtrack zu "The Punisher" vertreten) bringt die selbe roheEnergie zurück wie man sie vom Erstlingswerk "Sinner" gewohntwar. Jason Jones, der neue Shouter der Band, ist ein würdigerErsatz für Dave Williams und wechselt, wie sein Vorgänger,gekonnt zwischen aggressivem Geschrei und melodischem, einschmeichelndemGesang. Drowning Pool gelingt es somit immer ein wenig poppigzu klingen, ohne dabei die eingefleischten Metal-Fans zu enttäuschen.
Alle elf Songs des Album gehen durch die Bank nachvorne, machen Tempo und Druck. Die Band gönnt sich keinePause und verzichtet, wie manch andere Nu-Metal Band, auf vonStreichern getragene Balladen oder elektronische Spielereien.Musikalisch bleibt man während der knappen 38 Minuten Spielzeitdes Albums seiner Linie treu und präsentiert rauen und rohenHardrock. Einzig "Love and War" lässt etwas Zeit zum Verschnaufenund hat definitiv Ohrwurm-Charakter. Insgesamt ein gelungenesComeback Album der vier Jungs von Drowning Pool. Einzige Schwächevon "Desensitized": vieles klingt zu ähnlich. Ein wenig Experimentierfreudigkeitkönnte nicht schaden.
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