05.10.2019 07:00 |

Album „Bam Bam“

Seeed: Mit Tanzbarkeit in eine brandneue Ära

Der tragische Tod von Sänger Demba Nabé hat das Bandcamp von Seeed ordentlich durcheinandergewirbelt. Nach der nötigen Trauerphase und kurzen Überlegungen, die Band aufzulösen, kehrt man nun aber mit dem Studioalbum „Bam Bam“ und zahlreichen Tourdaten zurück. Am 1. November kommen Peter Fox und Co. in die Wiener Stadthalle.

Lange Zeit war nicht abzusehen, ob es ein fünftes Album von Seeed („Ding“, „Dickes B“) geben würde. Nach dem überraschenden Tod von Sänger Demba Nabé im Mai vergangenen Jahres dachte die erfolgsverwöhnte Berliner Band um das verbliebene Gesangsduo Pierre Baigorry alias Peter Fox und Frank Dellé auch tatsächlich daran, aufzuhören. Aber dann ging es doch noch ins Studio für die Gruppe.

Mit „Bam Bam“ kam diesen Freitag ein Album mit elf frischen Songs heraus - extrem tanzbar und Platz-eins-verdächtig. Die Platte erscheint auch gerade rechtzeitig zu einer am 11. Oktober in Frankfurt/Main beginnenden Tournee, die Seeed am 1. November in die Wiener Stadthalle und tags darauf in die Linzerarena bringen wird. Musikalisch von Nabé Abschied genommen haben Seeed mit der bereits veröffentlichten Single „Ticket“, die auch das neue Album eröffnet. Bereits dieses Stück, aber auch der folgende Song „Lass sie gehn“ oder das soeben erschienene „G€ld“ stehen für das bewährte Gespür der Band, mit ihren Beats direkt auf die Beine zu zielen.

Gleich viermal haben sich Seeed musikalische Verstärkung für das Album geholt. Der Hip-Hop-Musiker Trettmann ist bei „Immer bei dir“ dabei, für „Lass das Licht an“ konnte man Deichkind gewinnen, die Rapperin Nura ist auf „Sie ist geladen“ zu hören, Salsa 359 hat „Love Courvoisier“ mitgestaltet. Entsprechend vielfältig zeigt sich „Bam Bam“. Stilistisch steht diese Band ohnehin für extrem viel Abwechslung. Auch das neue Album bringt wieder eine gut hörbare Mischung mit Dub, Hip-Hop, Dancehall, Afro-Trap und Reggae zusammen. Dazu werden bei „What A Day“ noch dramatische Violinen und schicksalsschwere Streichbässe mit verspielten Cembalo-Tönen vermengt.

Thematisch stehen bei Seeed kaum Überraschungen an. „Komm in mein Haus“ lässt sich als Willkommenshymne verstehen, „G€ld“ nimmt die verfettete Bling-Bling-Schickeria aufs Korn. Und natürlich geht es in den Texten viel um Liebe und Stress, um Leid und Sex. Karten für Seeed am 1. November in der Wiener Stadthalle gibt es unter www.ticketkrone.at

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