Tausende auf dem Tivoli-Rasen. Hunderte im Fan-Zelt neben dem Stadion. Die Stimmung, da wie dort: Pulsierend, brodelnd Als hätt‘s der Wacker grad geschafft, als wär’ der Traum vom Bundesliga-Comeback soeben wahr geworden.
"Das passt mir gar nit", murrte Kapitän Pascal Grünwald oben im VIP-Klub. Vorfeiern - das ist bei Sportlern so beliebt wie ein Kreuzbandriss. Nein, man fordert die Götter nicht so heraus, keinesfalls.
Ein Sieg fehlt noch. Am Freitag in Pasching gegen Salzburgs Amateure. Noch einmal drei Punkte - dann wird der Wacker-Tormann den Meisterteller aus den Händen seines einstigen Obmanns und jetzigen Liga-Chefs Gerhard Stocker entgegen nehmen dürfen.
Viel Unterschied zur Szenerie am vergangenen Freitag im Tivolistadion wird nicht sein. Pasching - das wird am 28. Mai die zehnte Bezirkshauptstadt Tirols sein. Eine beispiellose schwarz-grüne Karawane wird auf der West-Autobahn Richtung Linz ziehen.
Tausend Karten gingen schon nach dem 1:0-Sieg über Hartberg weg, drei Fan-Busse sind jetzt bereits fix, man rechnet insgeheim sogar mit 3.000 Tirolern.
Pasching ist gerüstet. Die Südtribüne (2.500 Plätze) soll ganz den Schwarz-Grünen gehören - man kann den Tirol-Sektor aber auch erweitern. 100 Meter Absperrgitter werden aufgebaut, 100 Ordner warten. Und Video-Kameras auf allen Tribünen. Ein Hochsicherheits-Aufwand wie bei einem Bundesliga-Match.
von Georg Fraisl, Tiroler Krone
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