Frust & Frost

Miese Mai-Bilanz lässt Bäderchefs in Tirol zittern

Tirol
23.05.2010 08:52
Vom Wonnemonat Mai war bisher wenig zu spüren. Leidtragende sind Tirols Seen- und Bäderbetreiber. Ob im Ober- oder Unterland: Gähnende Leere und Wassertemperaturen um 12 Grad zwingen die Verantwortlichen zum Nichtstun. Dennoch hoffen die Anstaltsleiter auf Besserung: "Der Sommer hat ja erst begonnen…"

"Am Sonntag eröffnen wir die Badesaison", berichtet Peter Schmied, Anstaltsleiter des Piburger Sees. Doch gleich im nächsten Satz folgt die Ernüchterung: "Eigentlich rechne ich mit keinem Badegast." Kein Wunder, bei kühlen 12 Grad Wassertemperatur. "Heuer fällt der Mai buchstäblich ins Wasser. Normalerweise hat der See zu dieser Jahreszeit eine Temperatur von 17 Grad. Das Wetter schränkt auch den Restaurant-Betrieb ein."

Anderer Schauplatz, gleiches Bild: Auf der Homepage wird der Reintaler See als einer der wärmsten Tirols (25 Grad) angepriesen. "Davon sind wir derzeit leider weit entfernt. Das erste Mai-Wochenende war noch okay. Seitdem herrscht aber gähnende Leere auf dem Badesektor. Uns rettet der Gastronomie-Betrieb über die Schlechtwetter-Periode", erzählt Karin Streckel.

Kleine Anstalten wie das Wildschönauer "Bergbadl" verschoben den Saisonstart: "Wir sperren Pfingstmontag auf. Das Schwimmbecken konnte nicht aufgeheizt werden, es war einfach zu kalt", sagt Angelika Wilhelm vom TVB-Wildschönau.

In den großen Schwimmbädern sieht die Bilanz etwas besser aus: Im Alpenbad Wattens trotzen Sportschwimmer den Bedingungen. Im Innsbrucker Tivoli harren Saisonkartenbesitzer aus. Dort freute man sich Samstag über einen besucherstarken Tag: 200 Badegäste.

von Christian Biendl, Tiroler Krone

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