"Wir können nichts dafür. Beschweren Sie sich bitte bei der Direktion", bekommen wütende STW-Kunden im Servicecenter zu hören. Denn die jüngste Abrechnung hat’s in sich: Knapp sieben Euro pro Monat verlangen die Stadtwerke nun dafür, dass Wasser bezogen werden kann.
Zulässigkeit unklar: Prozesse am Gericht laufen
Noch ist unklar, ob das Unternehmen dazu überhaupt berechtigt ist. Der Wiener Anwalt Wolfgang List glaubt: "Nein! Der Vertrag zwischen STW und Kunden wurde einseitig geändert. Ob das zulässig ist, muss das Gericht klären." Die Prozesse am Bezirks- und Landesgericht Klagenfurt laufen noch.
"Nicht aus Jux und Tollerei"
Trotzdem kassieren die Stadtwerke bereits. Sprecher Harald Raffer: "Wir hatten immer nur zugesagt, die Einhebung für drei Monate außer Kraft zu setzen. Das ist passiert. Doch mit 1. April war diese Frist vorbei." Man hebe das Geld – sieben Euro pro Haus – "nicht aus Jux und Tollerei ein", sondern weil es für die Sanierung der veralteten Wasseranlagen notwendig sei.
Wer sich abgezockt fühlt, möge seine Rechnung mit anderen Gemeinden vergleichen, empfiehlt Raffer: "Da kostet Wasser viel mehr." Zudem gäbe es für Bedürftige einen Wasserscheck.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
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