„Abriss in Fertigung“

Lieferverzögerungen bei neuen „Flexity“-Bims

Wien
25.09.2019 07:08
Porträt von krone.at
Von krone.at

Statt geplanter 16 Stück werden heuer nur acht neue „Flexity“-Bims aus dem Bombardierwerk in Wien auf den Straßenbahngleisen der Bundeshauptstadt unterwegs sein. Es habe einen „Abriss in der Serienfertigung“ wegen Problemen mit einem Unterlieferanten gegeben. Auch die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck hat „Flexicity“-Trams bestellt und muss mit Verzögerungen rechnen. 

Das sei „bitter, aber die Serienlieferung ist wieder angelaufen“, sagte Standortchef Christian Diewald gegenüber dem ORF. „Wir werden jetzt versuchen zu beschleunigen und den Rückstand aufzuholen“, versprach Diewald, dem die Verzögerung „wehtut“. Es gab Probleme mit den Wagenkästen, diese werden nun selbst gefertigt. Bis die neuen Bims fahren, müssen in Wien und Innsbruck noch die alten Straßenbahnen herhalten.

„Pönalen müssen bezahlt werden“
Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien, zeigte sich im Bericht wenig begeistert. „Aber es gibt strenge Vertragsbedingungen. Die Pönalen müssen bezahlt werden.“ Es gehe in die Hunderttausende, wenn eine Fahrzeuglieferung sich länger verzögere. Öffi-Stadträtin Ulrike Sima (SPÖ) betonte, dass sich Bombardier sehr bemühe, „noch hinterherzukommen“. Die Sache liege aber nicht in ihrem direkten Einflussgebiet.

Alles in allem sollten alle 119 „Flexicity“-Straßenbahnen für Wien in den kommenden sechs Jahren aber pünktlich ausgeliefert werden, verspricht der kanadische Konzern Bombardier.

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