Er hat keine Skrupel

Zittern in Sautens: ‘Feuerteufel’ schlug zum dritten Mal zu

Tirol
13.05.2010 14:47
Wieder Feueralarm in Sautens. Ein Glimmbrand nahe eines Stadels. Die Einsatzkräfte konnten in letzter Sekunde einen weiteren Großbrand verhindern. Das Dorf ist nur knapp an einer weiteren Brandkatastrophe vorbeigeschlittert. Es wird wieder Brandstiftung vermutet. Die Bürger zittern nun vor einem Feuerteufel…

Zwei Großbrände hat ein bislang unbekannter Feuerteufel heuer im Feber im Dorfzentrum von Sautens gelegt. Einige Wochen zuvor versuchte der Brandstifter direkt neben den Feuerwehrhaus ein landwirtschaftliches Gebäude in Brand zu stecken. Das Feuer wurde damals rechtzeitig entdeckt und gelöscht. In der Nacht auf Mittwoch probierte der Feuerteufel erneut, den Tennen anzuzünden. Eine Frau nahm kurz vor drei Uhr früh Brandgeruch wahr und schlug Alarm.

Die Einsatzkräfte konnten in letzter Sekunde einen weiteren Großbrand verhindern. In Sautens geht das Zittern vor dem Feuerteufel weiter. Das Dorf ist in der Nacht auf Mittwoch nur knapp an einer weiteren Brandkatastrophe vorbeigeschlittert. Mitten im Ort wollte der Brandstifter ein landwirtschaftliches Gebäude in Brand stecken, an welchem er schon einmal Hand angelegt hatte. Nur der Aufmerksamkeit einer Anrainerin und dem raschen Eingreifen der Einsatzkräfte der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass ein dritter Großbrand innerhalb weniger Wochen verhindert werden konnte.

Feuerteufel hat keine Skrupel
Der Feuerteufel schreckt offenbar vor nichts zurück. Mit den Brandlegungen setzte er sogar das Leben von Menschen und Tieren aufs Spiel. Bei den beiden Großbränden am 2. und 23. Feber, bei denen mitten in Sautens ein Bauernhof und ein landwirtschaftliches Gebäude vernichtet wurden, konnten mehrere Menschen nur in letzter Sekunde vor den Flammen bzw. den giftigen Rauchgasen flüchten. 

Im landwirtschaftlichen Gebäude, das er Mittwoch kurz vor drei Uhr früh direkt neben dem Feuerwehrhaus in Brand stecken wollte, sind etliche Schafe untergebracht. Seit den beiden Großbränden sind die Bürger sensibilisiert. Die Anrainerin hat sofort Alarm geschlagen, als sie Brandgeruch wahrgenommen hat. Als wenige Minuten später die Feuerwehr eingetroffen ist, loderten die Flammen bereits an der hölzernen Tennenwand. Nur wenige Sekunden später hätte das Feuer auf das im Stadel gelagerte Heu übergegriffen.

Von Brandbeschleunigern nahm der Feuerteufel bisher Abstand. "Er zündelte bisher immer mit trockenem Heu", erklärt Brandermittler Sieghard Schöpf von der Polizei Oetz. Bürgermeister Fredi Köll ist ratlos. "Die Hoffnung, dass nach den beiden Großbränden Ruhe einkehrt, war offensichtlich umsonst. Ein Rückschlag für die Dorfbewohner. Jetzt können wir nur hoffen, dass der Feuerteufel endlich geschnappt wird."

Hinweise werden dringend an die Polizeiinspektion Oetz unter Tel. 059 133/71 06 erbeten.

von Gebi Schnöll, Tiroler Krone

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