Ars Electronica 2020:

Digitalisierung bringt Festival an die Kepler Uni

Das diesjährige Ars Electronica Festival, das gestern endete, schlug mit 110.000 Besuchern alle bisherigen Rekorde. Die 40. Ausgabe des Linzer Medienevents fand zum fünften und letzten Mal in der Postcity statt.

Neuer Austragungsort für 2020: „Wir wagen einen Neustart an der Kepler Uni“, deklariert Gerfried Stocker. Die diesjährige Ars Electronica stand einerseits stark im Dienst der eigenen Geschichte: „Das Aufeinandertreffen von mehreren Generationen von Pionieren der digitalen Revolution war ein spezielles Moment“, bilanziert Gerfried Stocker, Direktor der Ars Electronica. Es gab mehrere Rekorde: 1449 Künstler und Wissenschaftler aus 45 Ländern beteiligten sich am Programm. 227 Führungen mit 2.951 Teilnehmern wurden allein in der Postcity gebucht, eine einzigartige Nachfrage.

Neuland Künstliche Intelligenz
Einmal mehr behauptete sich das Medienfestival als Plattform, Messe und Dialogpartner der digitalen Zukunft. Zugleich wurde deutlich, dass eine rasante Digitalisierung und das Neuland „Künstliche Intelligenz“ im aktuellen Stadium übergreifende Diskussionen brauchen. Weil sich Technologie, Wissenschaft und gesellschaftliche Fragen immer mehr verquicken, ist die Kepler Uni bester Schauplatz: „Eine gute Idee, dass wir künftig kooperieren“, freut sich auch Rektor Meinhard Lukas.

Design gesucht
Der Campus wird sich Anfang September 2020, also noch in den Uni-Ferien für die Ars Electronica öffnen: „Wir müssen Neues wagen“, sagt Stocker - siehe Interview. Er will Bisheriges evaluieren, zugleich suche er nach einem neuen Festivaldesign. „Ich rede schon jetzt gern von Keplers Garten“, lässt der Medienexperte durchblicken.

Abschied mit Tränen
„Der Uni-Campus verlangt Neues“, sagt Ars Electronica-Direktor Gerfried Stocker (55) im Interview über den Ortswechsel des Medienfestivals 2020.

„Krone“: Fünf Jahre war das die „Ars“ in der Postcity. Fällt der Abschied schwer?
Gerfried Stocker: Ja, es ist ein Abschied mit Tränen! Ich werde die „hängenden Gärten“ in der Post City vermissen, die vielen Pflanzen auf den Paketrutschen machten es ja recht gemütlich.

„Krone“: Die Ars Electronica war zugleich in der ganzen Stadt verstreut...
Gerfried Stocker: Wir werden die Innenstadt nicht aufgeben, Mariendom, Kulturquartier, Lentos, Kunstuni - all diese Plätze bleiben.

„Krone“: Wie entwickeln Sie ein Konzept für den Campus der Kepler Uni?
Gerfried Stocker: Zwei große Player gehen zusammen. Das reizt mich besonders! Wir werden evaluieren, welche Festivalteile wichtig und relevant sind. Die werden bleiben, ansonsten wagen wir einen Neustart. Der Campus - wir reden intern von Keplers Gärten - und die Gebäude verlangen neue Programmlösungen.

„Krone“: Was kommt zuvor?
Gerfried Stocker: Wir arbeiten derzeit sozusagen wie am Fließband. Wir bereiten Ausstellungen in China, Seoul, Moskau und Peking vor.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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