Nach Bluttaten

Stadt tritt für Waffenverbot ein

Blutige Attacken häufen sich in Wiener Neustadt. Eine Messerstecherei beim Bahnhof brachte nun für die Rathausspitze das Fass zum Überlaufen. Bürgermeister Klaus Schneeberger VP) und dessen Stellvertreter Michael Schnedlitz (FP) fordern ein Waffenverbot. Und auch in Neunkirchen werden Sicherheitsinitiativen gesetzt.

Zu behaupten, dass Mord und Totschlag in Wiener Neustadt schon an der Tagesordnung stünden, wäre übertrieben. Doch Tatsache ist: Die Zahl der Übergriffe steigt - zumindest in der Wahrnehmung der Bevölkerung. Diese lässt sich auch mit Zahlen untermauern: In den sogenannten Schutzzonen bei Bahnhof, Esperanto- und Stadtpark wurden in nur zwei Jahren 2000 Wegweisungen verzeichnet. Und der Trend hält an. „Gewalt und Kriminalität dürfen in unserer Stadt keinen Platz haben“, betont daher Klaus Schneeberger. Mit Michael Schnedlitz , FP-Klubchef im Rathaus, fordert er ein sogenanntes sektorales Waffenverbot. Und zwar gleich für das ganze Stadtgebiet. Ausgenommen soll nur Pfefferspray zur Selbstverteidigung sein. Auslöser dafür ist ein Vorfall, bei dem ein Asylwerber (30) erst vor wenigen Tagen in Bahnhofsnähe einen 28-Jährigen niedergestochen hat - mutmaßlich bei einem Streit um Drogen. Für die Genehmigung des Waffenverbots ist die Exekutive zuständig. Der Antrag wird von der Landespolizeidirektion geprüft.

In die Sicherheit der Bürger investiert wird in Neunkirchen. Dort geht es zwar durchwegs beschaulicher als im nahen Wiener Neustadt zu, trotzdem wird ein freier Posten bei der Stadtpolizei jetzt rasch nachbesetzt - obwohl der Dienst durchaus auch mit den verbliebenen neun Beamten aufrechterhalten werden könnte, wie es im Rathaus heißt. VP-Bürgermeister Herbert Osterbauer erklärt: „Wir wollen damit das Sicherheitsgefühl in der Stadt stärken.“

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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