Zwei Tote nach Party

Nach Gasunfall muss jetzt Hausbesitzer vor Gericht

Der tragische Gasunfall bei einer „Garagenparty“ im Jänner in St. Johann am Walde hat nun ein gerichtliches Nachspiel. Zwei Männer starben. Der Hausbesitzer (49) muss sich am Dienstag (3. September) wegen fahrlässiger Tötung in Ried /Innkreis vor Gericht verantworten. Ein Gasofen war Auslöser der Tragödie.

Der Hausbesitzer hatte mit den beiden „Haasbuam“, Johann (64) aus Braunau und Jakob (48) aus „Saigahans“, in der Garage gefeiert, anschließend war er zum Schlafen in sein benachbartes Haus gegangen. Am nächsten Tag fand er die Brüder bewusstlos auf. Sie waren vom Kohlenmonoxid aus dem Gasofen überrascht worden. Johann konnte nicht mehr geholfen werden, Jakob, ein vierfacher Familienvater, verstarb nach einer Woche im Klinikum Wels. Ursache des Unfalls war der Gasofen. Er hätte, sagt ein Sachverständiger der Brandschutzverhütung, nicht in geschlossenen Räumen verwendet werden dürfen. Auf dem Heizaufsatz war, laut Polizei, auch ein entsprechender Warnhinweis angebracht.

Hausbesitzer verteidigt sich
Der Besitzer rechtfertigte sich damit, dass er das Heizgerät wie immer aufgestellt hätte, die Brüder aber noch angewiesen habe, vor dem Zubettgehen, die Gasflasche abzudrehen. Jakob Haas, der öfter zu Besuch war, sei bestens mit dem Gasofen vertraut gewesen.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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