Brucknerfest in Linz:

Virtuose Meister und junge, schillernde Genies

Die Sehnsucht nach dem Neuen ist heuer die Triebfeder des Internationalen Brucknerfestes Linz. Das Motto „Neue Welten“ rückt einerseits das Werk Anton Bruckners, der seinen 195. Geburtstag hätte, in den Mittelpunkt. Man darf sich - neben bedeutenden Musikgrößen - auf schillernde Jungstars im Konzert- und Liederreigen freuen. Den Auftakt macht ein Festakt am Sonntag, den 8. September.

„Architektur muss brennen“. Dieser Satz des Wiener Architekturbüros Coop Himmelblau wird gern zitiert. Büro-Mitbegründer Wolf D. Prix (76) wird heuer die Rede halten, die den Festakt zur Eröffnung des Brucknerfestes krönt.

München und Asten
Mit seinem Büro realisierte er Bauten wie den UFA Kinopalast in Dresden, die BMW Welt in München, ein Haus für den Olympischen Park in Rio. In Oberösterreich trägt das Paneum in Asten seine Handschrift. Er wird sich bei der Eröffnung (8.9.) zur Lage der Welt äußern, will dem Thema des Brucknerfestes „Neue Welten“ Perspektiven geben. Das OÖ Jugendsinfonieorchester und der Landesjugendchor haben die musikalische Gestaltung über.

Orgelpunk
Zu den Höhepunkten im Konzert- und Liederreigen des Brucknerfestes zählt der Auftritt von Cameron Carpenter (38), ein schillerndes Genie mit Punkfrisur, das sich Bruckners Orgelwerk vorgenommen hat. Er trifft auf das Bruckner Orchester (14.9.).

Bruckner auf DVD
Wenn der Pianist Sir András Schiff (65) in die Tasten greift, kennt die Begeisterung keine Grenzen (17.9.). Valerij Gergiev (66) und die Münchner Philharmoniker kommen, um in der Stiftsbasilika St. Florian Bruckners 6. und 7. Sinfonie zu intonieren. Die beiden Konzerte (24. und 25.9.) schließen die Serie an Live-Aufnahmen aller Bruckner-Sinfonien, die ab 2020 als DVD veröffentlicht wird. Weiters beim Brucknerfest u.a. der Klavierstar Aaron Pilsan oder Tenor Piotr Beczala. Bis 11. Oktober stehen zahlreiche Orchester- und Kammerkonzerte, Klavier- und Liederabende an Schauplätzen in Linz, St. Florian und Ansfelden sowie Pop-up-Konzerte mitten in der Stadt Linz auf dem Programm.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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